Einfrieren




Einfrieren – so wird's richtig gemacht!

Fast alle Lebensmittel sind zum Einfrieren geeignet. Ein Vorrat an eingefrorenen Lebensmitteln ist nicht nur praktisch, sondern auch gesund - denn Sie haben zu jeder Jahreszeit immer frisches Gemüse auf dem Tisch.

Wie’s genau geht und die besten Tipps dazu verraten wir Ihnen hier:


Fleisch

Beim Fleisch können Sie Steaks, Gulasch, Bratenstücke, Schnitzel, Rouladen, Hackfleisch oder alle Geflügelsorten (ganz und geschnitten) einfrieren.
Fleisch von Sehnen oder Innereien befreien, waschen und sehr gut trockentupfen. Gulaschfleisch oder Geschnetzeltes können Sie vorfrieren, dann klebt das Fleisch nicht zusammen. Zum Vorfrieren werden die Fleischstücke einzeln auf ein Tablett oder ähnliches gelegt und ca. 1-2 Stunden eingefroren. Danach kann das Fleisch portionsweise verpackt eingefroren werden. Hackfleisch sollten Sie sofort nach dem Kauf in einem Gefrierbeutel flach einfrieren. Das geht am besten, wenn Sie den Gefrierbeutel mit Inhalt mit dem Wellholz flach rollen.


Gemüse

Bei Gemüse können Sie fast alle Sorten einfrieren. Bohnen, Karotten, Tomaten, Kohl, Blumenkohl, Brokkoli, Erbsen, Kohlrabi, Paprika, Spargel.
Gemüse waschen, putzen und danach in Scheiben, Würfel oder Stifte schneiden oder teilen. Wenn Sie Gemüse vor dem Einfrieren blanchieren behält es die Inhaltstoffe, Farbe, Geruch und Geschmack. Die Mühe sollten Sie sich machen.


So wird blanchiert:

  • Ungesalzenes Wasser zum Kochen bringen (das Gemüse muss frei schwimmen können).
     
  • Gemüse portionsweise hineingeben.
     
  • Zartes Gemüse sollte 2 Minuten, festeres wie Karotten ca. 3 – 4 Minuten sprudelnd kochen.
     
  • Gemüse herausnehmen und sofort in eiskaltem Wasser abkühlen.
     
  • Danach das Gemüse abtropfen lassen und gut trockentupfen, verpacken und einfrieren.

Gemüse kann man auch vorfrieren (siehe Fleisch) Tomatenpüree kann in der Eiswürfelschale portionsweise eingefroren werden. Tomatensuppen oder –soßen eignen sich auch prima zum Einfrieren.


Beeren und Obst

Bei Obst können auch sehr viele Sorten eingefroren werden. Sauerkirschen, Pfirsiche, Aprikosen, alle Sommerbeeren, Zwetschgen, Mangos.
Beeren und Obst vorsichtig in kaltem Wasser waschen (nicht bei Himbeeren), abtropfen lassen und trockentupfen. Steinobst vor dem Einfrieren entstielen und entsteinen evtl. halbieren.
Obst eignet sich prima zum Vorfrieren (siehe Fleisch). Fruchtpüree kann gut in Eiswürfelschalten vorgefroren und danach in Gefrierbeutel verpackt werden.


Kräuter

Es eignen sich alle frischen Kräutersorten. Hier gilt wie für das Obst, die kräftigeren Sorten waschen, zarte Sorten wie Estragon, Basilikum, Kerbel, Koriander usw. nicht.
Kräutermischungen (gehackt) in Eiswürfelschalen geben und mit Wasser bedecken. Salbeiblätter aufeinander legen und fest in Alufolie wickeln, unaufgetaut schneiden.


Pilze einfrieren

Steinpilze (oder andere Pilze) können sowohl roh als auch vorgedünstet eingefroren werden.

Zuerst müssen die Pilze sorgfältig geputzt werden. Bei großen Exemplaren die Röhren entfernen. Die Pilze möglichst nicht waschen. Und wenn´s unbedingt notwendig ist, dann nur kurz abbrausen und trockentupfen.

Wenn Sie rohe Pilze einfrieren wollen, werden diese am besten in Scheiben geschnitten. Auf einem Tablett ausbreiten und zwei bis drei Stunden vorgefrieren, damit sie nicht zusammenkleben. Dann Gefrierdosen oder Sackerl packen und weiter frieren.
So eingefroren halten die Pilze etwa zehn Monate.

Werden die Pilze später zubereitet, kommen sie gefroren ins heiße Fett. Einen Deckel auf die Pfanne setzten, bis die Pilze aufgetaut sind, dann ohne Deckel weiterdünsten.

Wenn Sie die Pilze vorgedünstet einfrieren möchten, so sollten Sie die klein geschnittenen Pilze in heißem Öl nicht ganz gar dünsten. Auskühlen lassen.

In Gefrierdosen füllen und einfrieren. Diese Pilze eignen sich vor allem für Suppen oder Saucen. Sie sollte nicht länger als sechs Monate im Tiefkühlschrank gelagert werden.

Vorgedünstete Pilze kommen im gefrorenen Zustand in die heiße Suppe, wo sie dann auftauen.


Tricks zum Verpacken:

Zum Verpacken eignen sich Kunststoffbehälter, Alufolie oder Gefrierbeutel. Die Verpackung muss kältebeständig sein, darf weder Luft noch Feuchtigkeit durchlassen und darf keinen Eigengeschmack weitergeben.
Gefrierdosen dürfen bei starker Kälte nicht brechen oder spröde werden.

Bei Gefrierbeutel immer spezielle Clips verwenden. Luftpolster in den Packungen vermeiden, evtl. Gefrierbeutel verschweißen.
Gefriergut immer mit Datum, Menge und Inhalt beschriften.


Was bedeuten die Sterne?

* minus 6 Grad

* * minus 12 Grad

* * * minus 18 Grad, zum Aufbewahren geeignet

* * * * minus 18 Grad und kälter, geeignet zur langfristigen Lagerung von gefrorenen Lebensmitteln. Geeignet zum Einfrieren, ohne dass bereits eingelagertes Gefriergut auftaut.


Noch mehr Tipps:

  • Nicht zu viele Lebensmittel auf einmal einfrieren, das verlangsamt den Gefrierprozeß und kann zu Qualitätsverlusten führen.
     
  • Die Gefriertemperatur sollte mindestens -18°C betragen, um einen schnellen Gefriervorgang zu gewährleisten.
     
  • Gefrierbrand entsteht, wenn Gefriergut durch undichte Verpackung mit Sauerstoff in Verbindung kommt. Dadurch verdunstet Gewebeflüssigkeit und die Oberfläche des Tiefgefrorenen trocknet aus. Es kommt zu Geschmacks- und Vitaminverlusten. Grundsätzlich erkennen Sie den Gefrierbrand an weißen oder braugrauen Flecken. Gefrierbrand kann vor allem bei tierischen Lebensmitteln, aber auch bei Bohnen, Erbsen oder Kirschen auftreten. Zur Vermeidung von Gefrierbrand gefriergeeignete Verpackungen verwenden und große Hohlräume bzw. mit Luft gefüllte Beutel vermeiden. Der dort enthaltene Sauerstoff verlangsamt den Gefrierprozeß und führt zu Qualitätseinbußen.
     
  • Die Behälter nicht bis an den Rand voll machen, da sich Flüssiges beim Einfrieren ausdehnt. Die Deckel könnten so angehoben werden und der Inhalt wäre nicht mehr optimal geschützt.
     
  • Gartenkräuter lassen sich geschickt im Eiswürfelbehälter mit etwas Wasser einfrieren. Die gefrorenen Kräuterwürfel werden in Tüten oder Dosen umgefüllt und können portionsweise entnommen werden.
     
  • Nur reifes, frisches Obst von einwandfreier Qualität verwenden.
     
  • Frisches Beerenobst zuerst einzeln auf einem Gefriertablett vorgefrieren und anschließend in Gefrierbeutel oder-Dosen packen.
     
  • Gemüse reif ernten, gründlich reinigen, gegebenenfalls zerkleinern und zügig einfrieren.
     
  • Gemüse sollte vor dem Einfrieren blanchiert werden. Dadurch werden Enzyme deaktiviert, die auch bei Minusgraden den Reifungsprozeß des Gemüses vorantreiben. Die Blanchierzeit beträgt je nach Gemüsesorte zwischen einer und vier Minuten (ab dem Zeitpunkt gerechnet, da das Wasser zu sieden beginnt).
     
  • Kräftig schmeckende Gemüsesorten, wie z.B. Zwiebeln oder Knoblauch eignen sich nicht zum Einfrieren, da sie ihren Geschmack verändern oder auch bitter werden.
     
  • Fertig gekochte Speisen vor dem Einfrieren vollständig erkalten und im Kühlschrank durchkühlen lassen, bevor sie abgefüllt und eingefroren werden.
     
  • Zur besseren Übersichtlichkeit jede Verpackung mit Art des Inhaltes und Einfrierdatum beschriften.


Wie lange sind selbst eingefrorene Produkte haltbar?

Lebensmittel: Maximale Lagerzeit:
   
Obst 12 Monate
Gemüse 6-12 Monate
Rindfleisch 12 Monate
Schweinefleisch 2-7 Monate
Geflügel 2 -10 Monate
Fisch 2-4 Monate
Butter 10 Monate
Käse 12 Monate


Eiskräuterlinge

gut für Soßen, Suppen, Eintöpfe, Gemüse und warme Salate

je 40 g der ausgewählten Kräuter ungefähr (Petersilie, Liebstöckel, Kerbel als Bsp.) (oder einer Mischung, die einem beliebt - je Geschmack) und 2 Töpfchen Kresse fein hacken (kann auch ersetzt werden durch gleiche Menge an Petersilie oder Giersch)
alles fein hacken, in 1 1/2 l heiße Brühe geben, in Eiswürfelbehälter füllen, erkalten lassen und einfrieren.

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