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Info Tees
Tees aus Heilkräutern zählen zu den
ältesten medizinischen Anwendungen. Bei leichten Beschwerden
muss man nicht gleich zur Tablette greifen, denn Mutter Natur
liefert ein breites Spektrum an sanfter Medizin. Kräutertees
sind wohltuend für Körper und Geist – und das ganz ohne Chemie.
Die Kraft der Kräuter hilft bei Stress, Krämpfen, Erkältung oder
Verdauungsstörungen. Da alle Heilkräuter mehrere und oft
verschiedene Eigenschaften haben, kann man die Wirkung durch
Mischen von Sorten verstärken. Dabei empfiehlt es sich, nicht
mehr als zwei Sorten zu kombinieren.
Tee aus Sammelgut
Der Herbst
ist die ideale Zeit, um die Schätze der Natur einzusammeln und
als Vorrat für den Winter zu trocknen. Das ist die älteste
Methode, um Lebensmittel haltbar zu machen. Den Früchten,
Kräutern oder Blättern wird dabei das Wasser entzogen, das macht
sie unempfindlich gegen Bakterien und Schimmelpilze. Für den
Geschmack wichtig: die ätherischen Öle und damit das Aroma
konzentrieren sich. Werden die getrockneten Blätter, Blüten,
Samen, Früchte oder Rinden mit heißem Wasser überbrüht, lösen
sich diese Stoffe - das macht den Teegeschmack aus.
Selbstgesammelte Tees sind nicht nur preiswert, sie schmecken
auch gut und haben eine wohltuende Wirkung. Außerdem können Sie
sich ihre Lieblingsmischung selbst zusammenstellen. Also: Augen
auf beim nächsten Herbstspaziergang - und vergessen Sie den Korb
nicht!
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Wildkräuter, Wildfrüchte und Blätter finden Sie fast
überall in der Natur. Meiden sollten Sie jedoch Wege an
befahrenen Straßen oder wo sie viele Spaziergänger mit Hunden
antreffen.
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Nehmen Sie ein Küchenmesser und eine kleine Gartenschere
auf Ihren Beutezug mit. Außerdem einen Korb oder einen Karton,
in dem Sie Ihre Beute locker und luftig transportieren können.
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Bevorzugen Sie jüngere, zarte Pflanzenteile, die sind
weniger bitter als die älteren groben Teile.
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Trocknen Sie reife, aber nicht überreife, gut gewaschene
Früchte. Schadhafte Stellen großzügig ausschneiden.
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Schneiden Sie die Stücke nicht zu klein, sie schrumpfen
beim Dörren.
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Bei Kräutern nur die Blättchen, ohne Stängel trocknen.
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Vor dem Verpacken das Trockengut vollständig auskühlen
lassen.
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Sammelgut in verschließbaren Blechdosen oder Schraubgläsern
aufbewahren. Locker einschichten, auf keinen Fall pressen und
an einem kühlen dunklen Ort lagern. Wärme und Licht zerstören
das Aroma.
Es gibt viele Kräutertees, die
sich bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich als äußert wirksam
erwiesen haben. Dies sind:
- Bei Verdauungsschwäche und
Appetitstörungen: Tausendgüldenkraut, gelber Enzian oder
Löwenzahn
- Bei Reizmagen: Kamille, Schafgarbe oder Pfefferminz
- Bei Verstopfung: Sennes
- Bei Blähungen: Kümmel, Fenchel oder Anis
- Bei Reizdarm und Durchfall: Heidelbeeren oder Blutwurz
- Bei Problemen, fettes Essen zu verdauen, aber auch bei
Gallenproblemen: Löwenzahn, Pfefferminze oder Gelbwurz.
Apfeltee
Äpfel waschen, das Kerngehäuse
entfernen, Äpfel in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und aufgefädelt an
einem luftigen Ort, bei 50 Grad im Backofen in ca. 8 Stunden oder im
Dörrgerät trocknen. Apfelschalen brauchen im Backofen oder im Dörrgerät
5-6 Stunden, bis sie trocken sind. In einer Blechdose aufbewahren. Pro
Tasse 2 TL Apfelschalen oder -stücke 10 Min. ziehen lassen
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Arnika-Tee
1 bis 2 TL der getrocknete Blüten mit
einem viertel Liter kochendem Wasser übergießen und nach 5 Minuten
abseihen.
|top|
Birkenblättertee
2 Esslöffel grob
geschnittene Birkenblätter mit einer Tasse kochenden Wassers übergießen
und 10 Minuten ziehen lassen. Täglich eine Tasse diesen Tees trinken.
Birkenblättertee wirkt als harntreibendes Mittel bei Nierenleiden und
Wassersucht, aber auch zur Blutreinigung sowie bei Gicht und Rheuma. Es
muß zusätzlich viel getrunken werden.
|top|
Brennnesseltee
nur die kleinen, zarteren Blätter sammeln und
trocknen, die großen schmecken zu bitter. Keine Angst beim Pflücken, die
jungen Blätter brennen kaum, besonders wenn sie beherzt zupacken. Der Tee
wirkt entwässernd, Blut reinigend und soll bei Sodbrennen, Erkältung,
Gicht, Blasen- und Nierenentzündungen helfen. Der Geschmack ist leicht
bitter und krautig, mit Zitronensaft und Honig abgeschmeckt wird er
milder.
Zum an der Luft trocknen gebündelt über Kopf an
den Stielen aufhängen. Wer im Backofen oder im Dörrgerät trocknet, sollte
die Blätter von den Stielen zupfen. Pro Tasse 2 TL Brennnesselblätter
überbrühen, 5 Min. ziehen lassen.
|top|
Brennnesseltee 2
Man nimmt ein bis zwei Teelöffel des
feingeschnittenen Krautes, übergießt sie mit einer großen Tasse kochendem
Wasser und lässt das ganze ca. zwei bis vier Minuten zugedeckt ziehen.
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Baldriantee
Man nehme drei bis vier Gramm Baldrian
auf einen Liter Wasser und lasse es fünf Minuten ziehen.
|top|
Eichelkaffee
Der Eichlkaffee wirkt stärkend und drüsenanregend und
ist auch für Kinder gut zu trinken.
Die Schalen der Eicheln ablösen, in der Pfanne gut
rösten ( auch im Backofen möglich) und abkühlen lassen. Dann in der
Kaffeemühle immer nach Bedarf mahlen . Pro Tasse nimmt man 1 Teelöffel
Pulver in eine Kaffeefiltertüte und gießt mit kochheißem Wasser auf.
|top|
Hagebuttentee
Hagebutten waschen, Stiel und Fliege
entfernen. Hagebutten halbieren und die Kerne mit einem spitzen Messer
auskratzen. Die Hagebuttenschalen, am besten mit einem Wiegemesser, grob
zerkleinern. Auf einem Backblech bei 50 Grad im Backofen in ca. 8 Stunden
oder im Dörrgerät trocknen. In einer Blechdose aufbewahren. Pro Tasse 1-2
TL Hagebutten 10 Min. kochen lassen.
|top|
Hagebuttentee 2
Ein Teelöffel
zerkleinerte Hagebutten mit einer Tassse kochenden Wassers überbrühen,
5-10 Minuten ziehen lassen, warm oder kalt trinken.
|top|
Himbeer- und Brombeerblätter
eignen sich gut für
Tees.
Himbeerblättertee hat eine leicht
antibakterielle und gewebestärkende Wirkung. In der Volksmedizin wird er
verwendet, um die Geburt zu erleichtern und die Wehen zu fördern. Der
Geschmack ist leicht bitter und zusammenziehend.
Blätter zum Trocknen locker ausbreiten. Im
Backofen oder Dörrgerät brauchen die Blätter etwa 6 Stunden bis sie
trocken sind. Pro Tasse ca. 2 TL, 5-10 Min. ziehen lassen.
Brombeerblätter sind sehr reich an
Gerbstoffen und helfen bei Entzündungen im Mund, Durchfall und
Menstruationsbeschwerden. Sammeln Sie nur die neuen Blätter, die an den
Triebspitzen entstehen. Geschmacklich ähnlich wie Himbeerblätter.
|top|
Hopfenblütentee
Zwei gehäufte Teelöffel Hopfenblüten
werden mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen und dürfen 15 Minuten
ziehen. Zur allgemeinen Entspannung empfiehlt es sich, zweimal täglich
eine Tasse, oder als Schlaftrunk (auch mit einem Teelöffel Baldrian als
Zusatz), eine halbe Stunde vor dem Zubettgehen eine Tasse zu trinken. |top|
Johanniskrauttee
Einen Teelöffel
feingeschnittenes Johanniskraut mit einer Tasse kochendem Wasser
aufgießen, abgedeckt etwa zehn Minuten ziehen lassen und absieben. Schwach
gesüßt morgens und abends eine Tasse warm trinken, gegen Bettnässen am
frühen Nachmittag geben.
|top|
Lavendeltee
Ein oder zwei Teelöffel Lavendelblüten
mit einer Tasse Wasser heiß überbrühen und abgedeckt fünf Minuten ziehen
lassen, danach absieben. Abends eins bis zwei Tassen trinken. Beruhigend,
ausgleichend.
|top|
Pfefferminztee
schmeckt erfrischend und wirkt beruhigend auf den
Magen-Darm-Trakt. Das Menthol in den Blättern macht die Magenschleimhaut
unempfindlich, das hilft bei Übelkeit, Brechreiz und Blähungen. Außerdem
steigert Pfefferminz die Konzentration und ist ein richtiger Fitmacher für
den Geist.
Minze entweder gebündelt an den Stiel aufhängen
und an der Luft trocknen lassen oder die abgezupften Blätter im Dörrgerät
oder im Backofen in etwas 5 Stunden trocknen. Pro Tasse 2-3 TL Blätter
überbrühen, 5-10 Min. ziehen lassen. Auch die frischen Blätter können Sie
schon als Tee überbrühen, das schmeckt besonders frisch.
|top|
Salbeitee
ist die Wunderwaffe bei Halsweh und Husten. Die
getrockneten Blätter schmecken herb-würzig und leicht bitter. Süßen Sie
ihn mit Honig, wenn Ihnen der Geschmack zu streng ist.
Trocknen Sie nur die zarten, kleineren Blätter,
die schmecken milder. Entweder gebündelt an den Stiel aufhängen und an der
Luft trocknen lassen oder die abgezupften Blätter im Dörrgerät oder im
Backofen in etwas 5 Stunden trocknen. Pro Tasse ca. 2 TL Blätter
überbrühen, ca. 5 Min. ziehen lassen.
|top|
Thymiantee
Thymian ist ein kraftvolles Tonikum und
gibt Energie in Zeiten körperlicher und geistiger Schwäche. Er regt den
Kreislauf an und beseitigt Müdigkeit und Lethargie, wenn diese auf einem
zu niedrigen Blutdruck beruhen. Auch auf die Gehirntätigkeit wirkt er
stimulierend und fördert die Konzentration.
1-2 TL Thymian - Kraut mit einer Tasse
heißem Wasser übergießen; nach 10 Min durchseihen. 3-4 mal täglich eine
Tasse trinken. Als Hustentee mit Honig süßen und warm trinken. Als
Magentee ungesüßt einnehmen.
Der Tee kann lauwarm auch zum Benetzen schlecht heilender Wunden
eingesetzt werden.
|top|
Wacholdertee
Wacholderbeeren sind ein bekanntes
blutreinigendes, wassertreibendes, verdauungsstärkendes Magenmittel. Sie
werden gegen entzündliche Erkrankungen der ableitenden Harnwege als
Blasentee, aber auch bei Ödemen angewendet. Die Volksmedizin verwendet
Wacholderbeeren auch gegen rheumatische Erkrankungen und Gicht.
Einen Teelöffel angequetschte
Wacholderbeeren mit einer Tasse Wasser aufbrühen, fünf Minuten abgedeckt
ziehen lassen, abgießen. 3x täglich eine Tasse trinken.
|top|
Walnußblättertee
Eine Handvoll Walnußblätter in einem
Liter Wasser etwa zwölf Minuten kochen. Diesen Tee mit Honig süßen und
täglich zwei bis drei Tassen bei eitrigen Geschwüren und Ausschlag.
In der Volksheilkunde auch verwendet bei
Blutreinigung und Gicht.
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Heilkräutertees von A bis Z
Arnika
Bei Entzündungen zu empfehlen. Umschläge mit dem Aufguss sind wohltuend
bei Prellungen und Verstauchungen.
Baldrian
Die getrocknete „Wurzel der Ruhe“ wirkt gegen Schlafstörungen, Nervosität
und Unruhe.
Bibernelle
Wirkt schleimlösend. Wohltuend bei Katarrh und Husten.
Brombeere
Bei Durchfall geeignet. Gurgeln mit Brombeertee hilft bei
Schleimhautentzündungen.
Dill
Besonders gut bei Nervosität. Gegen Verstopfung, Blähungen und
Völlegefühl.
Eibisch
Wirksam bei Magen-Darm-Erkrankungen und Husten.
Efeu
Wirkt krampflösend und befreit die Atemwege. Bei Allergien sollte man
jedoch vorsichtig sein.
Frauenmantel
Hilft bei Regelbeschwerden. Kann mit Johanniskraut, Melisse und
Rosenblüten gemischt werden.
Ginseng
Wirksam bei Erschöpfung und nervösen Schwächezuständen. Die Wurzel stärkt
die Nerven, regt das Immunsystem an und löst Krämpfe.
Holunderblüten
Dieser Blütentee hilft bei Husten und Erkältung.
Hopfen
Regt die Verdauung an, wirkt harntreibend und hilft bei Schlafstörungen.
Johannisbeere
Wirkt harntreibend und ist gut gegen rheumatische Beschwerden.
Johanniskraut
Das „Nervenkraut“ ist geeignet bei leichten Depressionen,
Niedergeschlagenheit und Angstzuständen. Außerdem beruhigt es den Magen.
Kamille
Wohltuend bei Erkältung und Halsentzündungen. Zum Gurgeln, als Tee oder
Badezusatz.
Kerbel
Zur Entgiftung der Leber, Galle und Niere geeignet. Bei einer
Schwangerschaft sollte man allerdings vorsichtig sein.
Lavendel
Bei Nervosität oder Schlafstörungen empfehlenswert. Beruhigt Magen und
Darm.
Melisse
Tee aus frischen Melissenblättern wirkt beruhigend. Er lindert Krämpfe und
Bauchweh und hilft beim Einschlafen.
Petersilie
Bei Blasenproblemen drei Mal am Tag eine Tasse trinken. Auch gegen
Heiserkeit und Mundgeruch zu empfehlen.
Pfefferminze
Wirkt gegen Verdauungsbeschwerden, löst krampfartige Magenschmerzen und
lindert Koliken. Hilft außerdem bei Gallenproblemen und Kopfschmerzen.
Ringelblumenblüten
Mehrmals täglich gurgeln mit Ringelblütentee hilft bei
Schleimhautentzündungen.
Rosenblüten
Wirkt besonders beruhigend und hilft bei Durchfall und Erkältung.
Salbei
Drei Mal täglich Salbeitee hilft bei Verdauungsstörungen und
Rachenentzündungen.
Schafgarbe
Die enthaltenen Bitterstoffe sind gut gegen Magenkrämpfe und
Appetitlosigkeit.
Thymian
Wirkt lindernd bei lästigem Reizhusten.
Weißdorn
Stärkt den Kreislauf. Bewehrt bei Herzrasen und Atemnot.
Zitronenmelisse
Hilft bei Magenbeschwerden und wirkt entspannend. Tee aus Zitronenmelisse
gibt es als fertige Mischung zu kaufen.
Zimt
Zimt ist gut gegen Blähungen und regt den Appetit an.
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