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Andornkraut
wirkt bei Appetitmangel und bei trockenem Husten. Der
chemische Stoff Marubiin fördert die Sekretion
der Atemwegsdrüsen. Man kocht dazu 2 Tassen Wasser
zusammen mit einem Eßlöffel Droge. Um den bitteren
Geschmack zu überdecken, kann man gerne mit Honig süßen.
Äußerlich verwendet man diese Abkochung als Bademittel
bei Wunden oder als Umschlag.
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Arnika
Äußerlich
wirken Arnikatinkturen bei Prellungen, Zerrungen,
Muskelschmerzen, Schwellungen bei stumpfen Verletzungen
und Entzündungen. Die Sesquiterpenlactone wirken hier
antiphlogistisch, indem best. Stoffe, die beim
Entzündungsprozess beteiligt sind, gebunden werden.
Arnika hat eine stark antibakterielle Wirkung.
Aufgrund seiner starken innerlichen Wirkungen darf
Arnika nur äußerlich angewendet werden. Arnika ist
giftig!!
Die wichtigste Zubereitungsform von Arnikablüten als
Einzelwirkstoff ist die Arnika-Tinktur. Diese wird aus
einem Teil Arnikablüten und zehn Teilen Ethanol (70%)
hergestellt. Man lässt die Mischung in einer Flasche
unter öfteren Umschütteln für 10 Tage stehen. Dann
abgießen durch ein Taschentuch und die Blüten
auspressen.
Angewendet wird die verdünnte Tinktur äußerlich!
Bei Muskelschmerzen, Sportschäden, rheumatischen
Gelenkschmerzen, Schwellungen und Blutergüssen.
Teeaufguss aus Arnikablüten besitzt die selbe
Indikationen wie die Tinktur und wird ebenfalls
äußerlich in Form von Umschlägen verwendet.
Allergische Hautreaktionen sind allerdings bei diesen
Anwendungen häufig zu beobachten.
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Baldrian
wirkt zentral beruhigend und fördert gleichzeitig die
Konzentrationsfähigkeit. Die inhaltsstoffliche Mischung
aus Valepotriaten und ätherischen Ölen wirkt positiv auf
Angst- und Spannungszuständen.
Die Wurzeln des Baldrians sind ein wertvolles
Schlafmittel bei "innerer Unruhe". Es ist kein
betäubendes Mittel und wirkt deshalb nicht bei
Schlaflosigkeit auf Grund von Schmerzen oder Husten.
Baldrianöle wirken außerdem krampflösend auf den Magen-
Darmbereich.
Man verwendet 1 TL Droge pro Tasse kochendem Wassers und
lässt diese 10 Minuten ziehen. Baldriantropfen sind ein
Wirkstoffkonzentrat, sind einfacher in der Anwendung und
haben eine stärkere Wirkung.
Beinwell
enthält den Stoff Allantoin, den man
normalerweise im Stoffkreislauf von Tieren findet.
Allantoin bewirkt eine Verflüssigung des Wundsekrets
und regt das Zellwachstum an. Man verwendet den Stoff in
Wund- und Heilsalben, sowie zahlreichen Kosmetika wie
Gesichts- und Rasierwässern, Hautschutz- und
Sonnenschutzmitteln.
Zerstampfte Wurzeln verwendet man äußerlich in
Umschlägen bei schlecht heilenden Wunden,
Sportverletzungen und Knochenhauterkrankungen.
Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass die Pflanze
auch krebserregende Pyrrolizidin-Alkaloide enthält.
Beinwell darf deshalb nur äußerlich verwendet werden!
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Bohnenkraut
Die Blätter haben einen pfefferartigen Geschmack und
erinnern etwas an
Oregano. Man
verwendet sie als Gewürz in Bohnengerichten, Salat,
Würsten, Kohlgerichten usw. Die Pflanze wirkt
verdauungsfördernd, hat aber keine medizinische
Bedeutung.
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Eibisch
Die Wurzeln beinhalten bis zu 15% Schleimstoffe. Die
Schleime legen sich als eine Art Schutzfilm auf
entzündete Haut und Schleimhäute und schützt auf diese
Weise vor mechanischen und chemischen Irritationen. Bei
Anwendung gegen Bronchitis, wird der Hustenreiz
reduziert.
Auf Grund des hohen Stärkeinhalts der Pflanze müssen
Alhaeawurzeln immer mit kaltem Wasser zubereitet werden.
Man verwendet 1 TL. Droge pro Tasse und lässt diese über
Nacht stehen und trinkt davon täglich 2 Tassen..
Althaea-Wurzel sind in jeder Apotheke erhältlich.
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Engelwurz
Die Wurzeln wirken diuretisch, gegen Appetitmangel und
Magenbeschwerden. Sie sind außerdem eine wichtige Zutat
in Magenbittern.
Man gibt 1 Teelöffel Droge in eine große Tasse mit
kochendem Wasser und trinkt diesen zu den Mahlzeiten .
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Hopfen
Die Inhaltsstoffe des Hopfens wirken beruhigend
und antibakteriell und haben eine besondere Wirkung
gegen Tuberkulosebakterien. Man findet auch Berichte
über eine östrogene Wirkung (weibliches
Geschlechtshormon).
Bei der Bierherstellung schätzt man den Hopfen nicht nur
wegen seines Geschmacks, sondern auch wegen seiner
konservierenden Wirkung. Die Inhaltsstoffe des Hopfens
wirken gegen Milch- und Essigsäurebakterien. und machen
somit das Bier länger haltbar.
Man findet den Hopfen oft zusammen mit dem
Baldrian in sogn. Schlaftees. Man verwendet dazu 1
Teil Hopfenblüten und 3 Teile Baldrian auf eine große
Tasse kochendes Wasser, lässt 5 Minuten bedeckt ziehen
und trinkt diese ½ Stunde vor dem Schlafengehen.
Die Inhaltsstoffe der Pflanze sind instabil;
Hopfenblüten können deshalb nicht über einen längeren
Zeitraum aufbewahrt werden.
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Johanniskraut
Johanniskrautextrakte wirken antidepressiv, beruhigend
und schwach euphorisierend. Das eigentliche Wirkprinzip
ist noch unbekannt. Da sich die Inhaltsstoffe schlecht
in Wasser auflösen, ist es besser fertige Präparate mit
kontrollierten Stoffkonzentrationen zu verwenden.
Eine weitere interessante Eigenschaft des
Johanniskrauts ist die photosensibilisierende
Wirkung des Hypericins, dh, dass die innerliche
Anwendung bei gleichzeitigem, intensiven Sonnenbaden, zu
allergischen Hautreaktionen führen kann. Auch Haustiere
können von dieser "Lichtkrankheit" betroffen werden. In
älteren Kulturen wurde deshalb die Wolle von Haustieren
eingefärbt.
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Kamillle
Äußerlich:
Die entzündungshemmende Wirkung beruht auf zwei
Wirkungen:
-
Blutgefässe, die sich bei Entzündungen erweitern,
ziehen sich wieder zusammen
-
Antibakterielle Wirkung
Man verwendet die Kamille äußerlich bei Entzündungen im
Mund-Rachenraum und der Haut, bei Brandverletzungen und
gegen Hämorrhoiden
Innerlich:
Kamille wirkt:
-
schweißtreibend
-
hemmend auf die glatte Muskulatur der
Magen-Darmsystems und wirkt dadurch beruhigend
-
Andere Inhaltsstoffe, Glykoside, sensibilisieren das
sympathische Nervensystem, was wiederum eine die
Darmbewegung hemmt
Man verwendet Kamillentee bei Magenschmerzen, Blähungen
und Durchfallerkrankungen
Zur Zubereitung von Kamillentee, verwendet man 1
Teelöffel pro Tasse und lässt diesen ca. 5 Minuten
ziehen. Man trinkt den Tee ohne Zucker.
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Kerbel
Man erkennt die Pflanze leicht am starken Anisgeruch der
hellgrünen Blätter. Bereits im Frühsommer bildet der
Spanische Kerbel große, grüne Früchte aus die einen
starken Lakritzgeschmack besitzen. Junge Blätter
verwendet man als Gewürz in Salaten, Suppen und
Eintopfgerichten. Zerdrückte, unreife Früchte kann man
angeblich auch zur Möbelpolitur verwenden.
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Knoblauch
Hauptwirkstoff im Knoblauch sind 0,3% Allicin, ein Stoff
der erst beim Schneiden oder Pressen der Knoblauchzehe
entsteht. Allicin, mit seinem typischen Knoblauchgeruch,
ist im Kontakt mit Wasser oder Luftsauerstoff sehr
instabil und wird dabei zu Polysulfiden reduziert. Diese
sind dann verantwortlich für den unangenehmen Geruch.
Der gleichen Reduktionsprozess finden auch im Organismus
statt, nachdem man Knoblauch gegessen hat. Dies erklärt
den starken Geruch beim Ausatmen.
Allicin wirkt sehr effektiv gegen krankheitserregende
Bakterien und ist selbst bei einer Verdünnung von 1:
100000 noch wirksam. Die Wirkung von 1mg Allicin
entspricht 0,01mg Penicillin. Die Atemluft ist ebenso
antibakteriell und wirkt dabei gegen Bronchitis.
Knoblauch wirkt krampflösend, diuretisch und, bei
Einnahme über einen längeren Zeitraum, blutdrucksenkend.
Bei hohen Dosen und regelmäßigem Gebrauch wirken die
Inhaltsstoffe vorbeugend gegen Arteriosklerose.
Knoblauch stimuliert die Gallenproduktion und Verdauung
und findet Verwendung bei Blähungen und chronischen
Darminfektionen.
Man isst dazu 1-2 rohe Knoblauchzehen pro Tag.
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Lavendel
Der Lavendel ist eine typische Duftpflanze. Die
wohlriechenden, ätherischen Öle werden hoch geschätzt
und werden in Seifen, Parfüms und in anderen
kosmetischen Produkten verwendet. Der Lavendel ist ein
niedrigwachsender Busch, der in Norwegen ca 10-40cm hoch
wird. In Südfrankreich und in Spanien wird Lavendel in
großen Kulturen angebaut.
Anwendung und Wirkung:
Lavendelblüten und Lavendelöl werden als
Geruchskorrigens in pharmazeutischen und kosmetischen
Produkten verwendet. Innerlich werden dem Lavendel in
der Volksmedizin eine positive Wirkung auf die
Gallenproduktion und schwach beruhigende Eigenschaften
zugeschrieben. Als Reinwirkstoff hat Lavendel keine
medizinische Bedeutung.
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Liebstöckl
(Maggikraut)
Liebstöckel wurde bereits in alten Klostergärten
angebaut und galt als ein gutes Mittel für die Verdauung
und bei Magenbeschwerden. Die Pflanze wurde auch als
Potenzmittel angesehen und auf einigen Bauernhöfen gab
man es sogar den Ochsen zu fressen...
Anwendung und Wirkung:
In
der Volksheilkunde finden die Wurzeln eine vielfältige
Anwendung: bei Magenbeschwerden, Blähungen, Husten, als
harntreibendes Mittel und zur Förderung der
Menstruation. Keine dieser Wirkungen sind besonders
stark und man findet Liebstöckelwurzeln deshalb nur in
harntreibenden Teemischungen.
Die Blätter des Liebstöckels haben einen recht
intensiven Geschmack und eignen sich hervorragend in
Salaten, Suppen und Sausen. Die Pflanze hat eine
positiven Einfluss auf die Verdauung und ist Bestandteil
vieler Kräuter- und Magenbitter.
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Mariendistel
Die Früchte der Mariendistel verwendet man
bei akuten und chronischen Leberentzündungen, sowie bei
alkoholbedingter Fettleber und können auch vorbeugend
genommen werden. Dir Leberschutzwirkung entstammt
wahrscheinlich einer vermehrten RNA- und damit
Proteinsynthese in der Leber. Zur Anwendung kommen
hauptsächlich Fertigpräparate mit standardisierten
Inhaltsstoffen, die über einen längeren Zeitraum
angewendet werden.
Die Inhaltsstoffe der Mariendistel wirken außerdem
protektiv gegen Fliegenpilzvergiftungen.
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Meerrettich
Der scharfe Geschmack und die tränenreizende Wirkung des
Geruchs stammt von den beinhalteten Senfölen. Das Senföl
wird beim Reiben der Wurzeln, und dem damit verbundenen
beschädigen der Pflanzenzellen, freigesetzt. Äußerlich
reizt Senföl die Haut und erzeugt ein Wärmegefühl. Ein
Überdosis kann zu Entzündungen, Schmerzen und zu Blasen
führen. Diese Wirkung ist besonders stark auf den
Schleimhäuten der Nase und in den Augen.
Senföl stimuliert das Atemzentrum und reflektorisch die
Herzfrequenz. Die Blutgefässe ziehen sich zusammen, was
zu erhöhtem Blutdruck führt. Das Öl wird über die Nieren
und Lunge ausgeschieden und wirkt stark antibakteriell.
Innerlich verwendet man Meerrettich gegen Bronchitis und
bei Harnwegsinfektionen. Eine Verwendung höherer Dosen
ist während der Schwangerschaft und bei Nierenproblemen
abzuraten.
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Melisse
Melisseblätter wirken beruhigend, krampflösend und
appetitanregend. Man verwendet die Pflanze gegen
Nervosität, bei nervösen Magen- Darmstörungen, Migräne
und als beruhigendes Mittel in Schlaftees, oft zusammen
mit
Hopfen und Baldrian.
Frische Blätter riechen stark nach Zitrone und eignen
sich gut in Salaten und zu Wild- und Pilzgerichten.
Getrocknete Blätter verlieren leider viele ihrer
Inhaltsstoffe und damit auch ihrer Wirkungen.
Heute ist die Melisse ein wichtiges, medizinisches
Forschungsobjekt. In Melisseextrakten konnte eine
virushemmende Wirkung, besonders gegen den Herpes-Virus,
nachgewiesen werden. Der Melissenextrakt verhindert,
dass sich der Virus an den Zellwänden festsetzt und
blockiert damit seinen Vermehrungszyklus.
Melissepräparate gegen Herpes sind in der Apotheke
erhältlich.
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Petersilie
Petersiliefrüchte besitzen einen hohen Gehalt an
Apiol, einem Stoff mit stark krampflösender und
harntreibender Wirkung. Apiol hat außerdem eine
besonders starke uteruserregende Wirkung: Reines
Petersilienöl wirkt in hohen Dosen abortiv.
Das Öl, wie auch Apiolpräparate, werden bei
Menstruationsbeschwerden und als harntreibende Mittel
verwendet. Nicht zu verwenden bei Schwangerschaft und
Nierenschäden!!
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Pfefferminze
Pfefferminztee wirkt beruhigend auf das Magen-
Darmsystem und wird daher bei Magenverstimmungen und
Durchfallerkrankungen verwendet. Die Pfefferminze hat
mit ihren ätherischen Ölen und Bitterstoffen eine
ausgeprägt gallenanregende und den Gallenfluss
steigernde Wirkung.
Menthol wirkt reizend auf Haut- und Schleimhäute und
stimuliert die Nervenzellen, die normalerweise auf Kälte
reagieren. Menthol wird häufig auf Grund des frischen,
kühlen Geschmacks in Zahnkrems, Konfekt , Kaugummi usw.
verwendet.
Zur Herstellung von Pfefferminztee verwendet man 1
gehäuften TL pro Tasse und lässt diesen 10 Minuten
abgedeckt ziehen.
Reines Pfefferminzöl, dass nur aus den ätherischen Ölen
besteht, kauft man in der Apotheke. Es ist ein
hervorragendes Mittel gegen Halsschmerzen,
Magenproblemen und zum Inhalieren bei Erkältungen. Auf
Grund des kühlende Effektes ist Pfefferminzöl auch ein
gutes Mittel bei Insektenstichen.
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Ringelblume
Mit ihren großen, orangen Blüten und ihrer langen
Blütezeit, ist die einjährige Ringelblume eine
beliebte Gartenpflanze. Die Blütenblätter wurden lange
Zeit als Gewürz und in Dekorationen verwendet oder
dienten als Farbstoff in Butter und Käse.
Die Ringelblume wurde innerlich als
harntreibendes Mittel verwendet, äußerlich bei Wunden
und Entzündungen. Ringelblumenextrakte findet man in
Wundsalben, in kosmetischen Produkten und als
Verschönerung in Teemischungen. Neuere Untersuchungen
der Inhaltsstoffe zeigten ein Wirkung gegen bestimmte
Virustypen.
Man verwendet die Blütenblätter außerdem in
Dekorationen, als Safran-Ersatz in Reis und Suppen oder
zur Verschönerung von Salaten und Desserts. Die
Ringelblume eignet sich auch zum Färben von Wolle.
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Rosmarin
Der Rosmarin ist ein Strauch, der in seiner
natürlichen Umgebung am Mittelmeer eine Höhe von bis zu
2 Metern erreicht. In Norwegen wird er selten größer
als 50cm. Rosmarin wird seit der Antike als
Gewürz- und Arzneipflanze verwendet. Man sprach der
Pflanze mystische Eigenschaften nach und bereits der
Duft des Rosmarins sollte ewige Jugend verleihen
und die Ehe vor Untreue schützen. Zweige des
Rosmarins verwendete man als desinfizierendes
Räuchermittel in Krankenzimmern - dies sollte sogar gegen
die Pest schützen.
Rosmarin wirkt innerlich appetit- und
verdauungsstimulierend, sowie leicht krampflösend und
galletreibend.
Die konzentrierten Wirkstoffe des Rosmarinöls werden
äußerlich als schmerzstillendes Mittel bei
Verstauchungen und als hautreizendes Einreibemittel bei
Rheuma verwendet. Als Badezusatz wirkt es außerdem
kreislaufstimulierend.
In
der Küche verwendet man Rosmarinblätter zu Wild,
Geflügel, Fisch, Lamm, und Schweinefleisch sowie in
Suppen und Soßen.
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Salbei
Salbei
ist eine sehr alte Arznei- und Gewürzpflanze. Der Name
"Salvia" stammt vom lateinischen salvere = heilen,
retten. Die Pflanze war hoch angesehen in China, Persien
und im Römerreich und erfüllt auch heute noch den
Ansprüchen einer modernen Arzneipflanze.
Mit seiner bakterien- und pilztötenden Wirkung ist
Salbeitee ein ausgezeichnetes Mittel gegen Entzündungen
im Hals- und Rachenraum. Man gießt 2 EL Droge mit o,5 l
kochendem Wasser auf und verwendet den abgekühlten Tee
als Spül- und Gurgelmittel.
Trinkt man Salbeitee, so wirkt dieser speichel- und
schweißhemmend und stoppt die Milchsekretion.
Als Gewürz verwendet man frische oder getrocknete
Blätter zu Lamm, Rind- oder Schweinefleisch, in Suppen
oder Salaten.
Salbei enthält wie der
Wermut den Stoff Thujon, der eine toxische Wirkung
auf die Nervenzellen des Gehirns besitzt.
Salbeipräparate dürfen deshalb nicht in beliebig hohen
Dosen und über einen längeren Zeitraum verwendet werden.
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Der lateinische Name bedeutet " die Erste im Frühling".
Der Name "Schlüsselblume" entstand im Mittelalter, als
man die Pflanze als eine Art Zaubermedizin ansah.
Man verwendet die Schlüsselblume bei trockener
Bronchitis und bei ungenügendem Auswurf. Die Saponine
wirken irritierend auf die Schleimhäute, was zu einer
vermehrten Schleimproduktion führt. Dies wiederum löst
einen Hustenreiz aus. Man verwendet die Pflanze also
nicht bei Reizhusten und genügend Auswurf.
Konzentrierte Primulasaponine wirken stark auf die roten
Blutzelle. Die Zellmembran löst sich dabei auf und der
rote Blutfarbstoff Hämoglobin wird freigesetzt.
Die Inhaltsstoffe findet man in vielen Hustenpräparaten.
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Sonnenhut
Der Sonnenhut ist ein gutes Beispiel für eine moderne
Heilpflanze. Sie kommt ursprünglich aus Nordamerika und
war bereits bei den Indianern eine bekannte
Arzneipflanze.
Sonnenhutpräparate wirken innerlich gegen
Infektionskrankheiten, wie z.B. Erkältung, indem das
körpereigene Immunsystem gestärkt wird. Man sollte die
Behandlung bereits bei den ersten Anzeichen einer
Ansteckung beginnen. Bei einer akuten Ansteckungsgefahr
können Sonnenhutpräparate auch vorbeugend genommen
werden.
Sonnenhut wird bereits seit Jahren in vielen
europäischen Ländern verwendet und wurde 1996 endlich
auch in Norwegen vom Staatlichen Gesundheitsamt als
Medizin anerkannt.
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Süssholz
Süssholzwurzel
ist eine der ältesten Arzneipflanzen der Welt und wurde
in den Grabkammern des Pharao Tut-ench-Amon (1350
v.Chr.) gefunden. Die Pflanze stammt ursprünglich aus
dem Mittelmeergebiet sowie aus Osteuropa und wird bis zu
1m hoch. Die Wurzel des Süssholzstrauches ist die Basis
für den dunkelbraunen Lakritzenextraktes, der zu Konfekt
und Bonbons verarbeitet wird. Süssholzwurzeln haben aber
auch interessante medizinische Wirkungen.
Medizinisch hat die Süssholzwurzel zwei völlig
unterschiedliche Heilanzeigen:
Gegen Bronchitis und gegen Magengeschwüre.
Hauptinhaltsstoff ist das Glycyrrhizin, dass 50mal
süßer ist als gewöhnlicher Rohrzucker. Den Inhaltsstoff
findet man in vielen Hustensäften und hat eine
auswurffördernde Wirkung. Erst nachdem 2. Weltkrieg
entdeckte man die positive Wirkung der Süssholzwurzel
bei Magengeschwüren. Der entzündungshemmende Effekt
beruht auf eine indirekte, cortisonähnliche Wirkung des
Glycyrrhizins und der krampflösenden Wirkung anderer
Inhaltsstoffe. Eine wochenlange Behandlung bei
Magengeschwüren kann zu Nebenwirkungen (Bluthochdruck,
Atembeschwerden, Wasserstauung) führen und muss unter
Aufsicht eines Arztes erfolgen.
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Thymian
ist eine Gewürz- und Arzneipflanze, die bereits seit
Karl dem Grossen kultiviert wird.
Thymianöl wirkt hemmend auf die meisten Wundbakterien
und ist sogar in einer Verdünnung von 1:3000 noch
wirksam. Man verwendet deshalb Thymianextrakte in
Zahnpasten, Mundwasser, als Konservierungsmittel oder
äußerlich in Wundumschlägen.
Thymian
ist ein ausgezeichnetes Hustenmittel mit schleim- und
krampflösender Wirkung.
Man gebraucht 1 TL Thymian pro Tasse kochendem
Wassers und lässt den Aufguss 5 Minuten ziehen. Man
süßt mit Honig nach und trinkt 3 mal täglich eine
Tasse.
Thymian
wirkt außerdem appetitanregend und wirkt positiv auf
die Verdauung. Man verwendet Thymian als Gewürz
in Würsten, Suppen, Hackfleisch, Spaghetti- und
Pizzasoßen, in Kräuteressigen, zu Schweinefleisch, zum
Räuchern von Makrelen usw. usw.....
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Wermut
Der Wermut ist bekannt für seine Bitterstoffe, besonders
zur Herstellung von Wermutweinen und Kräuterlikören. Die
Bitterstoffe sind so stark, dass sie selbst noch in
einer Verdünnung von1: 25000 wahrgenommen werden und
haben den Ausdruck "Wermutstropfen" geprägt.
Die Bitterstoffe des Wermuts wurden früher auch zu
Absinthschnäpsen oder Likören verarbeitet, da diese
stark positiv auf den Appetit und die Verdauung wirken.
Allerdings wurden mehr und mehr Menschen richtig
abhängig von diesen Schnäpsen und man konnte beobachten,
dass diese sich mehr und mehr seltsam verhielten oder
regelrecht immer dummer wurden... Die allgemeine
Meinung, dass dies vom übermäßigem Alkoholgenuss
stammte, war falsch. Wermut beinhaltet den Stoff Thujon,
der das zentrale Nervensystem schädigt und zu
irreparablen Nervenschädigungen führt. Heute sind
Absinthschnäpse verboten. Kleiner Bitterstoffmengen
findet man noch in Aperitifs (Cinzano, Martini usw) und
sind ungefährlich. Diese fördern die Speichel- ,Galle-
und Magensaftproduktion.
Thujon wirkt auch auf die Gebärmutter und sollte deshalb
in der Schwangerschaft vermieden werden
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Ysop
besitzt wie der Salbei eine schweißhemmende Wirkung und wird in der
Volksmedizin als Gurgelmittel verwendet. Heute hat der
Ysop keine medizinische Bedeutung. Als Gewürz verwendet
man frische oder getrocknete Blätter in Suppen und
Soßen.
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