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Kräuter und Gewürze

 

Andornkraut

wirkt bei Appetitmangel und bei trockenem Husten. Der chemische Stoff Marubiin fördert die Sekretion der Atemwegsdrüsen. Man kocht dazu 2 Tassen Wasser zusammen mit einem Eßlöffel Droge. Um den bitteren Geschmack zu überdecken, kann man gerne mit Honig süßen.

Äußerlich verwendet man diese Abkochung als Bademittel bei Wunden oder als Umschlag.

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Arnika

Äußerlich wirken Arnikatinkturen bei Prellungen, Zerrungen, Muskelschmerzen, Schwellungen bei stumpfen Verletzungen und Entzündungen. Die Sesquiterpenlactone wirken hier antiphlogistisch, indem best. Stoffe, die beim Entzündungsprozess beteiligt sind, gebunden werden.
Arnika hat eine stark antibakterielle Wirkung.

Aufgrund seiner starken innerlichen Wirkungen darf Arnika nur äußerlich angewendet werden. Arnika ist giftig!!

Die wichtigste Zubereitungsform von Arnikablüten als Einzelwirkstoff ist die Arnika-Tinktur. Diese wird aus einem Teil Arnikablüten und zehn Teilen Ethanol (70%) hergestellt. Man lässt die Mischung in einer Flasche unter öfteren Umschütteln für 10 Tage stehen. Dann abgießen durch ein Taschentuch und die Blüten auspressen.

Angewendet wird die verdünnte Tinktur äußerlich!
Bei Muskelschmerzen, Sportschäden, rheumatischen Gelenkschmerzen, Schwellungen und Blutergüssen.

Teeaufguss aus Arnikablüten besitzt die selbe Indikationen wie die Tinktur und wird ebenfalls äußerlich in Form von Umschlägen verwendet.

Allergische Hautreaktionen sind allerdings bei diesen Anwendungen häufig zu beobachten.

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Baldrian

wirkt zentral beruhigend und fördert gleichzeitig die Konzentrationsfähigkeit. Die inhaltsstoffliche Mischung aus Valepotriaten und ätherischen Ölen wirkt positiv auf Angst- und Spannungszuständen.

Die Wurzeln des Baldrians sind ein wertvolles Schlafmittel bei "innerer Unruhe". Es ist kein betäubendes Mittel und wirkt deshalb nicht bei Schlaflosigkeit auf Grund von Schmerzen oder Husten. Baldrianöle wirken außerdem krampflösend auf den Magen- Darmbereich.

Man verwendet 1 TL Droge pro Tasse kochendem Wassers und lässt diese 10 Minuten ziehen. Baldriantropfen sind ein Wirkstoffkonzentrat, sind einfacher in der Anwendung und haben eine stärkere Wirkung.

Beinwell enthält den Stoff Allantoin, den man normalerweise im Stoffkreislauf von Tieren findet. Allantoin bewirkt eine Verflüssigung des Wundsekrets und regt das Zellwachstum an. Man verwendet den Stoff in Wund- und Heilsalben, sowie zahlreichen Kosmetika wie Gesichts- und Rasierwässern, Hautschutz- und Sonnenschutzmitteln.

Zerstampfte Wurzeln verwendet man äußerlich in Umschlägen bei schlecht heilenden Wunden, Sportverletzungen und Knochenhauterkrankungen.

Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass die Pflanze auch krebserregende Pyrrolizidin-Alkaloide enthält. Beinwell darf deshalb nur äußerlich verwendet werden!

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Bohnenkraut

Die Blätter haben einen pfefferartigen Geschmack und erinnern etwas an Oregano. Man verwendet sie als Gewürz in Bohnengerichten, Salat, Würsten, Kohlgerichten usw. Die Pflanze wirkt verdauungsfördernd, hat aber keine medizinische Bedeutung.

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Eibisch

Die Wurzeln beinhalten bis zu 15% Schleimstoffe. Die Schleime legen sich als eine Art Schutzfilm auf entzündete Haut und Schleimhäute und schützt auf diese Weise vor mechanischen und chemischen Irritationen. Bei Anwendung gegen Bronchitis, wird der Hustenreiz reduziert.

Auf Grund des hohen Stärkeinhalts der Pflanze müssen Alhaeawurzeln immer mit kaltem Wasser zubereitet werden. Man verwendet 1 TL. Droge pro Tasse und lässt diese über Nacht stehen und trinkt davon täglich 2 Tassen.. Althaea-Wurzel sind in jeder Apotheke erhältlich.

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Engelwurz

Die Wurzeln wirken diuretisch, gegen Appetitmangel und Magenbeschwerden. Sie sind außerdem eine wichtige Zutat in Magenbittern.

Man gibt 1 Teelöffel Droge in eine große Tasse mit kochendem Wasser und trinkt diesen zu den Mahlzeiten .

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Hopfen

Die Inhaltsstoffe des Hopfens wirken beruhigend und antibakteriell und haben eine besondere Wirkung gegen Tuberkulosebakterien. Man findet auch Berichte über eine östrogene Wirkung (weibliches Geschlechtshormon).

Bei der Bierherstellung schätzt man den Hopfen nicht nur wegen seines Geschmacks, sondern auch wegen seiner konservierenden Wirkung. Die Inhaltsstoffe des Hopfens wirken gegen Milch- und Essigsäurebakterien. und machen somit das Bier länger haltbar.

Man findet den Hopfen oft zusammen mit dem Baldrian in sogn. Schlaftees. Man verwendet dazu 1 Teil Hopfenblüten und 3 Teile Baldrian auf eine große Tasse kochendes Wasser, lässt 5 Minuten bedeckt ziehen und trinkt diese ½ Stunde vor dem Schlafengehen.

Die Inhaltsstoffe der Pflanze sind instabil; Hopfenblüten können deshalb nicht über einen längeren Zeitraum aufbewahrt werden.

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Johanniskraut

Johanniskrautextrakte wirken antidepressiv, beruhigend und schwach euphorisierend. Das eigentliche Wirkprinzip ist noch unbekannt. Da sich die Inhaltsstoffe schlecht in Wasser auflösen, ist es besser fertige Präparate mit kontrollierten Stoffkonzentrationen zu verwenden.

Eine weitere interessante Eigenschaft des Johanniskrauts ist die photosensibilisierende Wirkung des Hypericins, dh, dass die innerliche Anwendung bei gleichzeitigem, intensiven Sonnenbaden, zu allergischen Hautreaktionen führen kann. Auch Haustiere können von dieser "Lichtkrankheit" betroffen werden. In älteren Kulturen wurde deshalb die Wolle von Haustieren eingefärbt.

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Kamillle

Äußerlich:

Die entzündungshemmende Wirkung beruht auf zwei Wirkungen:

  • Blutgefässe, die sich bei Entzündungen erweitern, ziehen sich wieder zusammen
  • Antibakterielle Wirkung

Man verwendet die Kamille äußerlich bei Entzündungen im Mund-Rachenraum und der Haut, bei Brandverletzungen und gegen Hämorrhoiden

Innerlich:


Kamille wirkt:

  • schweißtreibend
  • hemmend auf die glatte Muskulatur der Magen-Darmsystems und wirkt dadurch beruhigend
  • Andere Inhaltsstoffe, Glykoside, sensibilisieren das sympathische Nervensystem, was wiederum eine die Darmbewegung hemmt

Man verwendet Kamillentee bei Magenschmerzen, Blähungen und Durchfallerkrankungen

Zur Zubereitung von Kamillentee, verwendet man 1 Teelöffel pro Tasse und lässt diesen ca. 5 Minuten ziehen. Man trinkt den Tee ohne Zucker.

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Kerbel

Man erkennt die Pflanze leicht am starken Anisgeruch der hellgrünen Blätter. Bereits im Frühsommer bildet der Spanische Kerbel große, grüne Früchte aus die einen starken Lakritzgeschmack besitzen. Junge Blätter verwendet man als Gewürz in Salaten, Suppen und Eintopfgerichten. Zerdrückte, unreife Früchte kann man angeblich auch zur Möbelpolitur verwenden.

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Knoblauch

Hauptwirkstoff im Knoblauch sind 0,3% Allicin, ein Stoff der erst beim Schneiden oder Pressen der Knoblauchzehe entsteht. Allicin, mit seinem typischen Knoblauchgeruch, ist im Kontakt mit Wasser oder Luftsauerstoff sehr instabil und wird dabei zu Polysulfiden reduziert. Diese sind dann verantwortlich für den unangenehmen Geruch. Der gleichen Reduktionsprozess finden auch im Organismus statt, nachdem man Knoblauch gegessen hat. Dies erklärt den starken Geruch beim Ausatmen.

Allicin wirkt sehr effektiv gegen krankheitserregende Bakterien und ist selbst bei einer Verdünnung von 1: 100000 noch wirksam. Die Wirkung von 1mg Allicin entspricht 0,01mg Penicillin. Die Atemluft ist ebenso antibakteriell und wirkt dabei gegen Bronchitis. Knoblauch wirkt krampflösend, diuretisch und, bei Einnahme über einen längeren Zeitraum, blutdrucksenkend. Bei hohen Dosen und regelmäßigem Gebrauch wirken die Inhaltsstoffe vorbeugend gegen Arteriosklerose.

Knoblauch stimuliert die Gallenproduktion und Verdauung und findet Verwendung bei Blähungen und chronischen Darminfektionen.

Man isst dazu 1-2 rohe Knoblauchzehen pro Tag.

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Lavendel

Der Lavendel ist eine typische Duftpflanze. Die wohlriechenden, ätherischen Öle werden hoch geschätzt und werden in Seifen, Parfüms und in anderen kosmetischen Produkten verwendet. Der Lavendel ist ein niedrigwachsender Busch, der in Norwegen ca 10-40cm hoch wird. In Südfrankreich und in Spanien wird Lavendel in großen Kulturen angebaut.

Anwendung und Wirkung:

Lavendelblüten und Lavendelöl werden als Geruchskorrigens in pharmazeutischen und kosmetischen Produkten verwendet. Innerlich werden dem Lavendel in der Volksmedizin eine positive Wirkung auf die Gallenproduktion und schwach beruhigende Eigenschaften zugeschrieben. Als Reinwirkstoff hat Lavendel keine medizinische Bedeutung.

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Liebstöckl
(Maggikraut)

Liebstöckel wurde bereits in alten Klostergärten angebaut und galt als ein gutes Mittel für die Verdauung und bei Magenbeschwerden. Die Pflanze wurde auch als Potenzmittel angesehen und auf einigen Bauernhöfen gab man es sogar den Ochsen zu fressen...

Anwendung und Wirkung:

In der Volksheilkunde finden die Wurzeln eine vielfältige Anwendung: bei Magenbeschwerden, Blähungen, Husten, als harntreibendes Mittel und zur Förderung der Menstruation. Keine dieser Wirkungen sind besonders stark und man findet Liebstöckelwurzeln deshalb nur in harntreibenden Teemischungen.

Die Blätter des Liebstöckels haben einen recht intensiven Geschmack und eignen sich hervorragend in Salaten, Suppen und Sausen. Die Pflanze hat eine positiven Einfluss auf die Verdauung und ist Bestandteil vieler Kräuter- und Magenbitter.

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Mariendistel

Die Früchte der Mariendistel verwendet man bei akuten und chronischen Leberentzündungen, sowie bei alkoholbedingter Fettleber und können auch vorbeugend genommen werden. Dir Leberschutzwirkung entstammt wahrscheinlich einer vermehrten RNA- und damit Proteinsynthese in der Leber. Zur Anwendung kommen hauptsächlich Fertigpräparate mit standardisierten Inhaltsstoffen, die über einen längeren Zeitraum angewendet werden.

Die Inhaltsstoffe der Mariendistel wirken außerdem protektiv gegen Fliegenpilzvergiftungen.

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Meerrettich

Der scharfe Geschmack und die tränenreizende Wirkung des Geruchs stammt von den beinhalteten Senfölen. Das Senföl wird beim Reiben der Wurzeln, und dem damit verbundenen beschädigen der Pflanzenzellen, freigesetzt. Äußerlich reizt Senföl die Haut und erzeugt ein Wärmegefühl. Ein Überdosis kann zu Entzündungen, Schmerzen und zu Blasen führen. Diese Wirkung ist besonders stark auf den Schleimhäuten der Nase und in den Augen.

Senföl stimuliert das Atemzentrum und reflektorisch die Herzfrequenz. Die Blutgefässe ziehen sich zusammen, was zu erhöhtem Blutdruck führt. Das Öl wird über die Nieren und Lunge ausgeschieden und wirkt stark antibakteriell.
Innerlich verwendet man Meerrettich gegen Bronchitis und bei Harnwegsinfektionen. Eine Verwendung höherer Dosen ist während der Schwangerschaft und bei Nierenproblemen abzuraten.

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Melisse

Melisseblätter wirken beruhigend, krampflösend und appetitanregend. Man verwendet die Pflanze gegen Nervosität, bei nervösen Magen- Darmstörungen, Migräne und als beruhigendes Mittel in Schlaftees, oft zusammen mit Hopfen und Baldrian.

Frische Blätter riechen stark nach Zitrone und eignen sich gut in Salaten und zu Wild- und Pilzgerichten. Getrocknete Blätter verlieren leider viele ihrer Inhaltsstoffe und damit auch ihrer Wirkungen.

Heute ist die Melisse ein wichtiges, medizinisches Forschungsobjekt. In Melisseextrakten konnte eine virushemmende Wirkung, besonders gegen den Herpes-Virus, nachgewiesen werden. Der Melissenextrakt verhindert, dass sich der Virus an den Zellwänden festsetzt und blockiert damit seinen Vermehrungszyklus. Melissepräparate gegen Herpes sind in der Apotheke erhältlich.

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Petersilie

Petersiliefrüchte besitzen einen hohen Gehalt an Apiol, einem Stoff mit stark krampflösender und harntreibender Wirkung. Apiol hat außerdem eine besonders starke uteruserregende Wirkung: Reines Petersilienöl wirkt in hohen Dosen abortiv.

Das Öl, wie auch Apiolpräparate, werden bei Menstruationsbeschwerden und als harntreibende Mittel verwendet. Nicht zu verwenden bei Schwangerschaft und Nierenschäden!!

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Pfefferminze

Pfefferminztee wirkt beruhigend auf das Magen- Darmsystem und wird daher bei Magenverstimmungen und Durchfallerkrankungen verwendet. Die Pfefferminze hat mit ihren ätherischen Ölen und Bitterstoffen eine ausgeprägt gallenanregende und den Gallenfluss steigernde Wirkung.

Menthol wirkt reizend auf Haut- und Schleimhäute und stimuliert die Nervenzellen, die normalerweise auf Kälte reagieren. Menthol wird häufig auf Grund des frischen, kühlen Geschmacks in Zahnkrems, Konfekt , Kaugummi usw. verwendet.

Zur Herstellung von Pfefferminztee verwendet man 1 gehäuften TL pro Tasse und lässt diesen 10 Minuten abgedeckt ziehen.
Reines Pfefferminzöl, dass nur aus den ätherischen Ölen besteht, kauft man in der Apotheke. Es ist ein hervorragendes Mittel gegen Halsschmerzen, Magenproblemen und zum Inhalieren bei Erkältungen. Auf Grund des kühlende Effektes ist Pfefferminzöl auch ein gutes Mittel bei Insektenstichen.

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Ringelblume

Mit ihren großen, orangen Blüten und ihrer langen Blütezeit, ist die einjährige Ringelblume eine beliebte Gartenpflanze. Die Blütenblätter wurden lange Zeit als Gewürz und in Dekorationen verwendet oder dienten als Farbstoff in Butter und Käse.

Die Ringelblume wurde innerlich als harntreibendes Mittel verwendet, äußerlich bei Wunden und Entzündungen. Ringelblumenextrakte findet man in Wundsalben, in kosmetischen Produkten und als Verschönerung in Teemischungen. Neuere Untersuchungen der Inhaltsstoffe zeigten ein Wirkung gegen bestimmte Virustypen.

Man verwendet die Blütenblätter außerdem in Dekorationen, als Safran-Ersatz in Reis und Suppen oder zur Verschönerung von Salaten und Desserts. Die Ringelblume eignet sich auch zum Färben von Wolle.

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Rosmarin

Der Rosmarin ist ein Strauch, der in seiner natürlichen Umgebung am Mittelmeer eine Höhe von bis zu 2 Metern erreicht. In Norwegen wird er selten größer als 50cm. Rosmarin wird seit der Antike als Gewürz- und Arzneipflanze verwendet. Man sprach der Pflanze mystische Eigenschaften nach und bereits der Duft des Rosmarins sollte ewige Jugend verleihen und die Ehe vor Untreue schützen. Zweige des Rosmarins verwendete man als desinfizierendes Räuchermittel in Krankenzimmern - dies sollte sogar gegen die Pest schützen.

Rosmarin wirkt innerlich appetit- und verdauungsstimulierend, sowie leicht krampflösend und galletreibend.
Die konzentrierten Wirkstoffe des Rosmarinöls werden äußerlich als schmerzstillendes Mittel bei Verstauchungen und als hautreizendes Einreibemittel bei Rheuma verwendet. Als Badezusatz wirkt es außerdem kreislaufstimulierend.

In der Küche verwendet man Rosmarinblätter zu Wild, Geflügel, Fisch, Lamm, und Schweinefleisch sowie in Suppen und Soßen.

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Salbei

Salbei ist eine sehr alte Arznei- und Gewürzpflanze. Der Name "Salvia" stammt vom lateinischen salvere = heilen, retten. Die Pflanze war hoch angesehen in China, Persien und im Römerreich und erfüllt auch heute noch den Ansprüchen einer modernen Arzneipflanze.

Mit seiner bakterien- und pilztötenden Wirkung ist Salbeitee ein ausgezeichnetes Mittel gegen Entzündungen im Hals- und Rachenraum. Man gießt 2 EL Droge mit o,5 l kochendem Wasser auf und verwendet den abgekühlten Tee als Spül- und Gurgelmittel.

Trinkt man Salbeitee, so wirkt dieser speichel- und schweißhemmend und stoppt die Milchsekretion.
Als Gewürz verwendet man frische oder getrocknete Blätter zu Lamm, Rind- oder Schweinefleisch, in Suppen oder Salaten.

Salbei enthält wie der Wermut  den Stoff Thujon, der eine toxische Wirkung auf die Nervenzellen des Gehirns besitzt. Salbeipräparate dürfen deshalb nicht in beliebig hohen Dosen und über einen längeren Zeitraum verwendet werden.

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Schlüsselblume

Der lateinische Name bedeutet " die Erste im Frühling". Der Name "Schlüsselblume" entstand im Mittelalter, als man die Pflanze als eine Art Zaubermedizin ansah.

Man verwendet die Schlüsselblume bei trockener Bronchitis und bei ungenügendem Auswurf. Die Saponine wirken irritierend auf die Schleimhäute, was zu einer vermehrten Schleimproduktion führt. Dies wiederum löst einen Hustenreiz aus. Man verwendet die Pflanze also nicht bei Reizhusten und genügend Auswurf.

Konzentrierte Primulasaponine wirken stark auf die roten Blutzelle. Die Zellmembran löst sich dabei auf und der rote Blutfarbstoff Hämoglobin wird freigesetzt.

Die Inhaltsstoffe findet man in vielen Hustenpräparaten.

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Sonnenhut

Der Sonnenhut ist ein gutes Beispiel für eine moderne Heilpflanze. Sie kommt ursprünglich aus Nordamerika und war bereits bei den Indianern eine bekannte Arzneipflanze.

Sonnenhutpräparate wirken innerlich gegen Infektionskrankheiten, wie z.B. Erkältung, indem das körpereigene Immunsystem gestärkt wird. Man sollte die Behandlung bereits bei den ersten Anzeichen einer Ansteckung beginnen. Bei einer akuten Ansteckungsgefahr können Sonnenhutpräparate auch vorbeugend genommen werden.

Sonnenhut wird bereits seit Jahren in vielen europäischen Ländern verwendet und wurde 1996 endlich auch in Norwegen vom Staatlichen Gesundheitsamt als Medizin anerkannt.

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Süssholz
Süssholzwurzel

ist eine der ältesten Arzneipflanzen der Welt und wurde in den Grabkammern des Pharao Tut-ench-Amon (1350 v.Chr.) gefunden. Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet sowie aus Osteuropa und wird bis zu 1m hoch. Die Wurzel des Süssholzstrauches ist die Basis für den dunkelbraunen Lakritzenextraktes, der zu Konfekt und Bonbons verarbeitet wird. Süssholzwurzeln haben aber auch interessante medizinische Wirkungen.

Medizinisch hat die Süssholzwurzel zwei völlig unterschiedliche Heilanzeigen:

Gegen Bronchitis und gegen Magengeschwüre.

Hauptinhaltsstoff ist das Glycyrrhizin, dass 50mal süßer ist als gewöhnlicher Rohrzucker. Den Inhaltsstoff findet man in vielen Hustensäften und hat eine auswurffördernde Wirkung. Erst nachdem 2. Weltkrieg entdeckte man die positive Wirkung der Süssholzwurzel bei Magengeschwüren. Der entzündungshemmende Effekt beruht auf eine indirekte, cortisonähnliche Wirkung des Glycyrrhizins und der krampflösenden Wirkung anderer Inhaltsstoffe. Eine wochenlange Behandlung bei Magengeschwüren kann zu Nebenwirkungen (Bluthochdruck, Atembeschwerden, Wasserstauung) führen und muss unter Aufsicht eines Arztes erfolgen.

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 Thymian

ist eine Gewürz- und Arzneipflanze, die bereits seit Karl dem Grossen kultiviert wird.

Thymianöl wirkt hemmend auf die meisten Wundbakterien und ist sogar in einer Verdünnung von 1:3000 noch wirksam. Man verwendet deshalb Thymianextrakte in Zahnpasten, Mundwasser, als Konservierungsmittel oder äußerlich in Wundumschlägen.

Thymian ist ein ausgezeichnetes Hustenmittel mit schleim- und krampflösender Wirkung.
Man gebraucht 1 TL Thymian pro Tasse kochendem Wassers und lässt den Aufguss 5 Minuten ziehen. Man süßt mit Honig nach und trinkt 3 mal täglich eine Tasse.

Thymian wirkt außerdem appetitanregend und wirkt positiv auf die Verdauung. Man verwendet Thymian als Gewürz in Würsten, Suppen, Hackfleisch, Spaghetti- und Pizzasoßen, in Kräuteressigen, zu Schweinefleisch, zum Räuchern von Makrelen usw. usw.....

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Wermut

Der Wermut ist bekannt für seine Bitterstoffe, besonders zur Herstellung von Wermutweinen und Kräuterlikören. Die Bitterstoffe sind so stark, dass sie selbst noch in einer Verdünnung von1: 25000 wahrgenommen werden und haben den Ausdruck "Wermutstropfen" geprägt.

Die Bitterstoffe des Wermuts wurden früher auch zu Absinthschnäpsen oder Likören verarbeitet, da diese stark positiv auf den Appetit und die Verdauung wirken. Allerdings wurden mehr und mehr Menschen richtig abhängig von diesen Schnäpsen und man konnte beobachten, dass diese sich mehr und mehr seltsam verhielten oder regelrecht immer dummer wurden... Die allgemeine Meinung, dass dies vom übermäßigem Alkoholgenuss stammte, war falsch. Wermut beinhaltet den Stoff Thujon, der das zentrale Nervensystem schädigt und zu irreparablen Nervenschädigungen führt. Heute sind Absinthschnäpse verboten. Kleiner Bitterstoffmengen findet man noch in Aperitifs (Cinzano, Martini usw) und sind ungefährlich. Diese fördern die Speichel- ,Galle- und Magensaftproduktion.

Thujon wirkt auch auf die Gebärmutter und sollte deshalb in der Schwangerschaft vermieden werden

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Ysop

besitzt wie der Salbei eine schweißhemmende Wirkung und wird in der Volksmedizin als Gurgelmittel verwendet. Heute hat der Ysop keine medizinische Bedeutung. Als Gewürz verwendet man frische oder getrocknete Blätter in Suppen und Soßen.

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