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Die heilende Kraft der
Pflanzen:
Diese auf den Menschen einwirken
zu lassen, war das Bemühen jeder Generation durch alle
Jahrhunderte der Menschheitsgeschichte. Im ländlichen
Gebiet, wo das Geld immer knapp war, hat man vieles
hausgemacht. — Heute seien einige Salben für die
Selbstzubereitung verraten.
Die angegebenen Mengen:
Sie gelten für die Herstellung von 250 g Salbe. Man soll
nicht mehr zubereiten, als man in nächster Zeit braucht.
Benötigte Zutaten:
150 g Schweinefett, am besten ist Darmfett, 30 g
Schaftalg, 10 g Bienenwachs, 10 g Honig und 50 g
Kräutersubstanz.
Zuerst das Schweinefett
erhitzen:
Es soll aufprasseln, den Herd auf Sparflamme schalten,
den Schaftalg dazugeben, nach dessen vollständiger
Auflösung das Bienenwachs. Das Gefäß auf einen 1 cm
hohen Drahtrost stellen und den Honig hinzufügen.
Wenn eine Einheitsmasse vorliegt, die Kräutersubstanz
einrühren. Dann weiterrühren, bis dieselbe richtig
aufgelöst ist. Den Topf vom Herd wegstellen, 15 Minuten
stehen lassen.
Das Endprodukt soll ohne
Hartteile sein, eventuell durchseihen. Die Creme in
Tiegel ab füllen, erkalten lassen, verschließen, kühl
und dunkel lagern.
Odermennigsalbe, Agrimonia eupatoria:
Fein pulverisierte getrocknete Blätter verwenden.
— Bei Fisteln, alten Wunden und Geschwüren anwenden.
Rosmarinsalbe, Rosmarinus officinalis:
Blühende Zweigspitzen fein zerkleinern und hinzufügen. —
Bei allgemeiner Ermüdung, Migräne und Kopfschmerzen
Stirn und Schläfen damit einreiben.
Schafgarbensalbe, Achillea millefolium:
Die Blätter sammeln, trocknen und pulverisieren.
— Zur Heilung von Brandwunden, Geschwüren und Fisteln,
aber auch bei Hodenentzündung und zur Stärkung der
Gebärmutter anwendbar.
Dillsalbe,
Anethum graveolens:
Frische, in der Vollblüte stehende Blütenstände fein
zerkleinern.
— Dient zum Einreiben müder Glieder am Abend vor dem
Schlafengehen.
Ringelblumensalbe
Ein hervorragendes Mittel für verschiedene Leiden,
etwa als Brusteinreibung bei Husten und Bronchitis, oder
bei Krampfadern.
Für diese Arbeit ist Geduld und Liebe erforderlich.
Hier das Rezept:
In
einer Pfanne ca. 250 g reines Schweinefett erhitzen und
die Ringelblumen (ca. zwei Handvoll, Blätter, Blüten und
Stengel) kurze Zeit braten, etwa so lange wie ein
Schnitzel. Stellen Sie die Mischung über Nacht kühl und
erwärmen Sie sie am nächsten Tag sanft, bis sie wieder
flüssig wird.
In
saubere Gläser abseihen und dunkel aufbewahren.
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Ringelblumencreme,
feine
200 g Darmfett mäßig
erhitzen,
50 g abgezupfte Ringelblumen-Blütenblätter (ohne
Blütenkörbe) einrühren,
vom Herd nehmen und
erkalten lassen. Das Fett zwei- oder dreimal erneut
erhitzen (nicht kochen!), bis es eine schöne gelbe Farbe
angenommen hat dann filtrieren.
Fertigstellung:
Je 15 g Lanolin (Wollfett) und Kakaobutter,
50 g Bienenhonig,
je 8 g Gelbes Bienenwachs und Schaftalg im Wasserbad
zergehen lassen, dem Ringelblumenfett beifügen,
durchrühren.
50 g
Ringelblumen-Ölauszug,
20 g Weizenkeimöl,
je 10 g Mandel- und Avocado-Öl sowie
1 TL Rosenwasser hinzufügen.
Nochmals
durchrühren, die Creme in braune Tiegelchen füllen,
auskühlen lassen, verschließen. Dunkel und kühl lagern.
Die altbewährte
Ringelblumencreme:
Eignet sich bestens zur Handpflege bei rauer und
rissiger Haut. Fördert die Wundheilung bei kleineren
Verletzungen, hilft unter anderem auch bei Krampfadern
und Hautentzündungen.
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Majoransalbe
eine handvoll frischer, blühender
Majoran
1 Schnapsglas Sonnenblumenöl
40 g geklärte Butter (also Butter
erhitzen und entschaumen)
20 g Bienenwachs
Majoran hacken und im Öl 2 Wochen
ziehen lassen, abfiltern. Öl mit der geklärten Butter
und dem Bienenwachs erwärmen und danach in Cremetiegel
gießen.
Mehrmals täglich die Nasenflügel
einreiben, hilfreich bei Erkältungen, grippale Infekte.
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