Gicht —
Harnsäure
Üppige Lebensweise begünstigt die Wohlstandskrankheit
Gicht eine
Stoffwechselerkrankung:
Verursacht wird dieses Leiden durch einen erhöhten
Harnsäurespiegel. Dadurch bilden sich Ablagerungen von
Harnsäurekristallen in verschiedenen peripheren Gelenken
und Geweben. Je höher die Konzentration der Harnsäure,
desto größer ist auch die Gefahr eines Gichtanfalls.
Am häufigsten
betroffen:
Sind Männer, meist im Alter zwischen 40 und 6o Jahren.
Wie macht sich ein Gichtanfall bemerkbar? Eine plötzlich
auftretende schmerzhafte Anschwellung eines Gelenkes
deutet darauf hin. Vorwiegend sind Hand- oder Fußgelenk
betroffen, hierbei meist das Großzehengrundgelenk.
Ein Kräutertee
bringt Hilfe:
Birkenblätter und Goldrute je 30 g,
Hauhechelwurzel 20 g,
Brennnessel und Heidekraut je 10 g.
— 2 Teelöffel der Mischung für 1/4 l im Heißaufguss.
3 Wochen lang 3-mal täglich 1 Schale schluckweise
trinken,
1 Woche aussetzen und wiederholen.
Altes Hausmittel
bei Gichtschmerzschüben:
30 g getrocknete Maisbarthaare mit 1 l kochendem Wasser
abbrühen, 15 Minuten ziehen lassen, abseihen, tagsüber
einnehmen.
Achten Sie auf
eine gesunde, fleischarme Ernährung:
Essen Sie viel Obst und Gemüse. Bei Gicht sind vor allem
Melonen, Grapefruits, Nüsse, geröstete Maronen und
Sellerie zu empfehlen. — Alkohol, Kaffee, scharfe
Gewürze und erhitzte Fette hingegen strikt meiden!
Getrocknete
Wurmfarnblätter:
In ein Kissen füllen und ins Bett legen, das lindert
Gichtschmerzen.
Wohltuende
Einreibemittel:
200 ml Lavendelblüten-Spiritus mit 300 ml Apfelessig und
1/2 l abgekochtem, ausgekühltem Wasser vermischen. Die
betroffenen Stellen morgens und abends gut damit
einreiben. Bewährt haben sich auch Einreibungen mit
Johanniskraut-Ölauszug und Rosskastanien-Hautwasser.
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