Wassertreten
— Badewanne
Man kann es im Sommer und Winter praktizieren
Wasser, Quell der
Gesundheit:
Es stellt unser wichtigstes Lebenselixier dar. Schon
Pfarrer Kneipp wusste davon zu berichten.
Das Wassertreten sei hier besonders hervorgehoben; Es
dient vor allem der Abhärtung, zur Ableitung des
Bluthochdrucks und ist bei Blutarmut hilfreich.
Wassertreten fördert den Kreislauf wirkt kalten Füßen
entgegen, begünstigt einen guten Schlaf und hat sich
auch bei Ohrensausen bewährt. Es vertreibt trübe
Gedanken und steigert die Lebensfreude.
Durchführung
1. Die Füße müssen warm sein. Ansonsten soll man vorher
ein warmes Fußbad nehmen oder die Füße mit trockener
Hand mit Druck gut abreiben.
2. Die Badewanne mit kaltem Wasser — je kälter, umso
besser und wirksamer — so hoch füllen, dass es bis eine
Handbreit unter das Knie reicht.
3. Man hebt nun abwechselnd das rechte und das linke
Bein aus dem Wasser heraus, so dass Luft auf die
Fußsohle gelangt. Der Fuß soll erst wieder ins Wasser
gestellt werden, wenn das Wasser
von der Haut abgeflossen ist. —
4. Während dieser Therapie macht man zusätzlich
Atemübungen oder stimmt ein fröhliches Lied an. —
5. Die Anwendung des Wassertretens sollte zwischen
dreißig Sekunden und 2 Minuten dauern.
Bei folgenden Anzeichen das Wassertreten beenden:
Wenn sich ein kurzer Kälteschmerz mit nachfolgender
Erwärmung bemerkbar macht.
Nach dem
Wassertreten:
Die Füße nicht abtrocknen, sondern das Wasser mit der
flachen Hand abstreifen und sofort Socken oder besser
noch Strümpfe aus Naturfasern anziehen. —
Bewegungsübungen oder Fußmärsche sind zweckmäßig und
eignen sich besonders gut als Abschluss des
Wassertretens.
Bitte unbedingt
beachten:
Wassertreten ist bei Neigung zu Blasen- und
Nierenentzündungen strengstens verboten!
Variationen:
Im frisch gefallenen Schnee kann man im Winter
Schneetreten praktizieren. — Und in der warmen
Jahreszeit lässt sich das Wassertreten in Wasserläufen
durchführen.
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