Reis-Warenkunde

Reis, so gelingt er perfekt

Reis kochen ist eine Kunst für sich. Denn wer kennt das nicht: Mal wird er zu klebrig, körnig, zu hart oder klumpig. Dabei gibt es für jeden Reis die richtige Kochmethode.Hier unsere Kochtricks, damit ihnen Reis perfekt gelingt.

Am einfachsten kochen Sie Reis mit der

• Wasser-Methode:

ideal für Langkorn-Reis (z. B. Patna-Reis).
In reichlich sprudelndem, leicht gesalzenem Wasser  (1 Tasse Reis auf 6 Tassen Wasser) 12 — 18 Minuten garen. Abgießen.
Mögen Sie Duft-Reis (z. B. Basmati, Jasmin)?
Dann den Reis erst 8 Minuten kochen.
Abgießen, noch feucht mit etwas Butter im Topf auf der ausgeschalteten Herdplatte weitere 5 — 10 Minuten ziehen lassen.
So entfalten sich die feinen Aromastoffe dieser Reissorten am besten.

• Quell-Methode:

toll für Natur- und Wild-Reis.
Auf 1 Tasse Reis kommen 2 Tassen Wasser (oder auch Suppe).
Zum Kochen bringen, umrühren.
Bei geringer Hitze zugedeckt 20 — 25 Minuten gar ziehen lassen.

Extra-Tipp:
Wenn Dampflöcher an der Reisoberfläche zu sehen sind, ist der Reis gar.
Nach der Quell-Methode bereiten Sie auch Milch-Reis zu: Lassen Sie den stärkehaltigen Rundkorn-Reis in Milch ca. 25 Minuten gar ziehen.

• Risotto-Methode:

Damit lassen sich nicht nur Risotto, sondern auch Spezialitäten wie Pilaw und Paella zubereiten.
In einem Topf etwas Fett (z. B. Olivenöl oder Butter) erhitzen.
Unter Rühren Risotto-Reis (z. B. Arborio) und eine fein gewürfelte Zwiebel andünsten.
Kochende Suppe zugießen — immer nur so viel, dass der Reis gut bedeckt ist.
Bei geringer Hitze so lange kochen, bis er weich und saftig ist (Packungsanleitung beachten).
Der Reis sollte trotzdem allerdings noch etwas „Biss“ haben.

• Kleine Mengenlehre:

Rechnen Sie pro Portion
als Beilage ca. 60 g,
als Suppeneinlage ca. 30 g
als Hauptgericht ca. 120 g Reis.


Korn für Korn ein Genuss

Reis ist leicht bekömmlich und verdaulich.
In den kleinen Powerkörnern steckt wenig Fett und kein Cholesterin. Letztes Jahr verzehrten die Österreicher/Deutschen pro Kopf ca. 2,4 Kilo - Tendenz steigend. Hier ein Überblick:

Patna-Reis
Der Klassiker unter den Langkornreissorten. Gut als Beilage zu Fisch und Fleisch in feinen Saucen.

Jasmin-Reis
Der aus Thailand stammende Reis zeichnet sich durch einen feinen, blumigen Duft und sein besonderes Aroma aus. Er gehört zur asiatischen Küche.

Basmati-Reis
„Basmati“ bedeutet übersetzt „Duft“. Er verdankt den klaren, mineralstoffhaltigen Flüssen aus den Vorgebirgen des Himalaya sein kräftiges Aroma. Für asiatische und exotische Gerichte.

Natur-Reis
Er wird auch Braun- oder Vollkornreis genannt. Dieser ungeschälte Reis hat mehr Mineralstoffe und B-Vitamine zu bieten als normaler Reis. Er ist leicht nussig im Geschmack und toll für Vollwertgerichte.

Milch-Reis
Die kleinen Körner des geschliffenen und polierten Rundkornreises geben beim Kochen viel Stärke ab. Klasse für Klöße, Füllungen und Desserts.

Parboiled-Reis
In einem speziellen Dampfdruck-Verfahren werden bei diesem Reis Vitamine und Nährstoffe der äußeren Schichten ins Innere des Korns gepresst und bleibt so größtenteils erhalten. Dieses Verfahren macht den Reis besonders lange haltbar und kochfest. Er gelingt immer locker.

Risotto-Reis
Er nimmt prima das Aroma von Saucen und anderen Zutaten auf. Beim Risotto-Reis sollen die Körner beim Kochen außen cremig sein und innen ihren Biss behalten. Man kann ihn auch für Pilaws und Paella verwenden.

Schnellkochreis
Das ist ein speziell bearbeiteter Reis, der in 5 — 10 Minuten gar ist. Der vorgekochte, getrocknete und dann in Beutel abgepackte Reis schwimmt beim Kochen wie auf einer Art Wasserpolster und kann deshalb nicht anbrennen. Passt zu Fisch, Fleisch, Gemüse oder Salaten.

Wildreis
Diese Grassamen einer Wasserpflanze sind botanisch gesehen kein Reis. Er schmeckt würzig-nussig. Gern als kernige Beilage zu feinen Fischgerichten verwendet. Wird häufig als Mischung mit Natur-, Langkorn- und Basmati-Reis verwendet.