Stierwascher und Mozartkugel

 


Die Salzburger Stierwascher
 

Das auch heute nicht von den Salzburger Speisezetteln wegzudenkende Rind findet sich bereits im wohlbekannten Spottwort von den „Salzburger Stierwaschern“:

Als die Stadt Salzburg einst von Feinden belagert war, hatten die Belagerten nur noch einen einzigen Stier. In ihrer Not zeigten die Bewohner den Belagerern den Stier auf der Festung, färbten ihn im Stall um, präsentierten ihn wieder, und so soll das fortgegangen sein, bis der Feind die Hoffnung aufgab, die Salzburger aushungern zu können, und abzog...
 

 


Die Original-Mozartkugel
 

So heftig und widersprüchlich die Diskussionen um die „echte Salzburger Mozartkugel“ auch geführt werden mögen — eines steht fest:

Wolfgang Amadeus hat sie weder erfunden noch gegessen. Eigentlicher Erfinder ist nämlich der Konditormeister Paul Fürst, der zu Ende des vergangenen Jahrhunderts — 1884 exakt — in der Salzburger Brodgasse seinen Konditorei-Betrieb eröffnete, sechs Jahre später (also knapp 100 Jahre nach Mozarts Tod) mit Pistazien versetztes Marzipan zu kleinen Kugeln formte, in Nougatmasse hüllte, die Kugeln auf Holzstäbchen spießte und in dunkle Schokolade tunkte.

Unter der Vielzahl der heute angebotenen Mozartkugeln erkennt der Fachmann die Original-Mozartkugel am Einstichkanal des Holzstäbchens, an der uneben handgerollten Oberfläche und — am Preis...
 


Salzburger Hausmannskost


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