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Kulinarische Steiermark |
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Beitrag aus Culinarium Österreich:
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Kulinarische
Steiermark
Als "Grüne
Mark" wird das Bundesland Steiermark auch bezeichnet. Lange Zeit in der
Geschichte Österreichs galt die Steiermark als Armenhaus der Nation, bis
Erzherzog Johann, ein Bruder von Kaiser Franz I., die Landwirtschaft in
diesem Land nahezu revolutionär erneuerte. Rinderzuchtprogramme wurden
eingeführt, für Obstkulturen und Feldgemüse hat dieser beliebte Landesfürst
die Weichen gestellt.
Das in vielen Küchen bevorzugte
"Styria-Beef"
gilt heute in den Alpenregionen als eines der Musterbeispiele für eine
nachhaltige Fleischproduktion, von dem auch kleine bäuerliche Betriebe
profitieren. Als eines der bedeutendsten kulinarischen Leitprodukte gilt
wohl das äußerst bekömmliche
Kürbiskernöl, dessen Produktion erstmals
1735 erwähnt wurde.
Käferbohnen, Kren
(Meerrettich), Kraut, Chinakohl,
Paradeiser (Tomaten), Paprika, Gurken, Radieschen,
Küchenkräuter
sind einige Beispiele heimischen Feldgemüses,
welche die steirische Küche im saisonalen Kreislauf bereichern.
Es gibt sehr viele kulinarische Köstlichkeiten, welche von der Herkunft der
Rohprodukte bis hin zu Eß- und Trinkgewohnheiten in der Steiermark wurzeln.
Dazu gehören auch der türkische "Woaz" (Mais) aus dem einfache Leute in
mageren Zeiten den Sterz (eine Art Polenta) herstellten und mit Marmelade
und Kaffee ein Frühstück zubereiteten. Der "Hoadnsterz" (Heidensterz aus
Buchweizen) wird mit einer "Klachlsupp'n", einer "verklachelten"
(versprudelten) Suppe mit Schweinshaxen aufgetischt. Auch aus einfachen
Eßgewohnheiten von früher stammt ein faschierter (durchtriebener) Speck, als
das "Verhackerte" bekannt, das als Brotaufstrich bei Jausen und Heurigen
gereicht wird. Nicht wegzudenken ist auch das steirische in Schmalz
herausgebackene "Backhendl" wie die "Strauben" (Gebackenes aus Butterteig)
zum Nachtisch. Alles diese Speisen und auch viele Getränke wie Apfelsaft,
Most, Edelbrände erleben heute teils auf traditionelle Art, teils
modifiziert, eine kulinarische Renaissance. Heiß Geräuchertes, das
Steirische "Gselchte" verschiedene Speck und Wurstarten zählen ebenso zum
Traditionellen. Für Spezialitäten vom Lamm und Schaf sorgen zahlreiche
Schafbauern. Karpfen, Amure, Welse, Schleien, Hechte sind in heimischen
Gewässern zu finden.
Auch Käse
bekam in diesem Bundesland einen eigenen Charakter. Der Steirerkas,
Ennstaler Knappenkäse, Kürbiskernkäse oder die Gaishorner Emmentaler-Auslese
sind über die Grenzen hinaus bekannt.
Die Weinkultur
- schon in Römerzeiten gepflegt - bereichert das kulinarische Erlebnis. Der
Blaue Wildbacher, Schilcher genannt, eine heimische Rebsorte, gilt als
steirische Spezialität. Welschriesling, Traminer, Sauvignon blanc und
Morillon (der steirische Chardonnay) überzeugen die Weinkenner.
Ein besonders kulinarisches Gut ist in vielen Teilen der Steiermark das
Wasser. Von den "Sieben Quellen" der Obersteiermark gibt es sogar eine
Hochquell-Leitung nach Wien, was den Wienern die beste Trinkwasserqualität
unter europäischen Hauptstädten beschert. Dieses Quellwasser ist auch eine
besondere Ressource für die steirischen Brauereien, die hochgeschätzte Biere
erzeugen.
Bundesland Steiermark
Hauptstadt:
Graz
Fläche:
16.388 km2
Einwohner:
1,21 Millionen
Lage:
Südöstliches Österreich, umgeben von den Bundesländern Burgenland (Osten),
Niederösterreich (Norden), Oberösterreich (Norden), Salzburg (Westen),
Kärnten (Süd / Westen), grenzt im Süden an Slowenien.
Landschaft:
Hochgebirge und Gletscher im Nordwesten, sonniges Weinland im Süden,
Obstbaugebiete, Wiesen und Wälder, weit mehr als sechzig Prozent der Fläche
sind mit Wälder bedeckt, daher der Beiname "Grüne Mark".
Seinen Namen hat das Land von der ehemaligen Stammburg der Grafen von "Steier".
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