Salate




*Sämtliche Rezepte sind - wenn nicht anders angegeben - für vier Personen berechnet.

Salate durften in der altsteirischen Bauernküche nicht fehlen und ergänzten als Würze und Rohkost die einfache Bauernkost. Im bäuerlichen Hausgarten wurden und werden Frischsalate wie Häuptelsalat, Rapunzelsalat, Endivien, Gurke, Paradeiser, Paprikaschoten, einige weniger arbeitsbelastende feinere Gemüse, aber reichlich Würz- und Heilkräuter gezogen.

Bevor man Gartensalat ernten konnte, sammelte man wildwachsenden Feldsalat, Röhrlkraut (Löwenzahn), Sauerampfer, Zichorie, Bachkresse, sowie frische Keimlinge von Stoppelrüben. Auch den Häuptelsalat baut man sehr dicht, damit schon Teile davon als "Zupfsalat" herausgenommen werden können.

Im Spätsommer gab und gibt es Frischkraut und Rüben, meist mit einer dünnen Einbrenn und einem Schuß Essig bereitet.

Im Winter gab es als Zukost neben dem milchgesäuerten Massengemüse (Sauerkraut und Rüben), Bohnen, Rettich (mischte man gern auch mit dem Bohnensalat), Rote Rüben und Erdäpfel.

Die Salate werden mit Obstessig (aus selbstgemachtem Apfelmost gewonnen) und viel Öl (Kürbiskernöl) angemacht.


Käferbohnensalat

1/2 kg frische Käferbohnen, Salz
2 rote Zwiebeln, 4 EL Essig,
Thymian, Knoblauch, Lorbeerblatt

Die Käferbohnen in Salzwasser weichkochen (dauert, wenn sie frisch sind, nicht länger als 20 bis 30 Minuten. Verwendet man getrocknete Käferbohnen, muß man sie vor dem Kochen 24 Stunden in Wasser einweichen).

Danach salzen, Thymian, Knoblauch, Lorbeerblatt dazugeben, 1/4 Stunde weiterkochen, im Sud auskühlen lassen, erst dann das Wasser abseihen.
Mit in feine Ringe geschnittene Zwiebeln garnieren, mit einer Marinade aus Essig, Salz, Pfeffer und Kernöl übergießen und servieren.

Nach einem Rezept von Bernhard Brus.

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