|
1 - 10
| Den richtigen Stoff finden
Stellen Sie sich vor den Spiegel und
drapieren Sie sich den Stoff über die Schulter, um festzustellen, ob Farbe
und Stoffqualität Ihrem Typ und Ihren Vorstellungen entsprechen. |
| Neue Stoffquellen
Ist in der Kleiderstoffabteilung
nichts Verl0ckendes für Sie dabei gewesen, dann prüfen Sie doch mal die
Dekorationsstoffe in der Gardinenabteilung des Kaufhauses.
Oder schauen Sie bei der
Wäscheabteilung vorbei.
Oder fragen Sie in einem
Dekorationsgeschäft nach Resten von Möbelstoffen, die vielleicht billiger
verkauft werden.
Die günstigste Quelle für den
Stoffeinkauf ist der Ausverkauf. Da kann man sich zweimal im Jahr mit
entsprechend größeren Mengen eindecken und aus seinen "Lagerbeständen" zu
Haus immer etwas Schönes zaubern. |
| Machen Sie sich´s leicht
Gleichmäßig starkgemusterte Stoffe und
solche in dunklen Farben sind leichter zu verarbeiten, als helle Stoffe,
bei denen man jeden Fehler sieht.
Für ungeübte Näherinnen ist zu
empfehlen, das Erstlingswerk mit einem sehr preiswerten Stoff - möglichst
mit einem griffigen Baumwoll- oder Wollstoff - zu beginnen. Wenn der
Versuch nicht voll befriedigt, kann man leicht etwas anderes daraus
fertigen, und es reut einen nicht so sehr, als wenn man einen teuren Stoff
verpfuscht hat. |
| Wieviel Stoff?
Um herauszufinden, wieviel Stoff Sie
brauchen, falten Sie ein Bettlaken, denn es hat die gleiche Breite wie ein
doppeltbreit liegender Stoff (140 - 150 cm). Legen Sie die Schnittteile
darauf und messen Sie dann die Länge des benötigten Stoffes.
Bei 80 - 90 cm Stoffbreite brauchen
Sie dann die doppelte Länge.
Kaufen Sie gleich die zwei- bis
dreifache Menge Stoff, zumal, wenn er besonders preiswert ist. Sie haben
dann die Möglichkeit, Ihre Garderobe vielseitig zu gestalten. Zum Rock die
gleiche Bluse für den Sommer oder eine Kombination aus Rock, Weste, Hose,
Jacke oder Mantel. Jedes Teil kann man ergänzend schneidern und alles
passt zusammen. |
| Bevor Sie zuschneiden
Vergewissern Sie sich vor dem
Zuschneiden, dass auch alle Teige bei einem Stoff mit "Strich" (z. B. bei
Cord, Samt und manchen Wollstoffen) in der richtigen, gleichen Richtung
liegen. Auch dass das Muster richtig zusammenpasst. |
| Vorsicht! Tisch!
Legen Sie ein Plastiktuch auf den
Zuschneidetisch, um ihn vor Kratzern mit der Schere zu schützen. Außerdem
gleitet die Schere besser auf Kunststoff, und das Schneiden geht dadurch
leichter. |
| Vorn und hinten nicht verwechseln
Wenn Sie die Vorderseite mit einer
glatten, das Rückenteil mit einer gezackten Schere schneiden, können Sie
die Teile beim Zusammennähen nicht verwechseln. |
| Damit nichts verrutscht
Legen Sie Packpapier unter die Naht
von sehr schwierig zu nähenden Stoffen wie Nylon-Trikot oder dünne, feine
Seiden (Crêpe de Chine), und nähen Sie beides zusammen. Der Stoff wird
besser durch die Maschine transportiert, und das Papier lässt sich danach
leicht abreißen.
Wenn Sie solche feinen Stoffe
verarbeiten, machen Sie es sich leichter, wenn Sie eine Frottierschürze
tragen, weil dann Ihre Näharbeit nicht vom Schoß rutscht. |
| Keine Zeitverschwendung
Markieren Sie den Saum mit
Schneiderkreide und befestigen ihn dann mit Haarklips! Sie brauchen nicht
zu stecken oder zu heften, und es bleiben kein Löcher im Stoff. |
| Bügelhilfe
Wenn Sie während des Nähens viel zu
bügeln haben (ein anderer guter Tipp: Gut gebügelt ist halb genäht!),
stellen Sie doch das Bügelbrett in gleicher Höhe rechtwinkelig zu Ihrem
Nähtisch. Sie arbeiten dann zeit- und energiesparend und brauchen nicht
immer aufzustehen. |
11 - 20
| Genau gleich große Stiche
Wenn Sie von Hand nähen wollen, lassen
Sie den Stoff an der Naht ohne Faden durch die Maschine laufen. Nun
brauchen Sie nur noch den vorgezeichneten Punkten mit der Nähnadel zu
folgen.
Diese Arbeitsweise ist eine große
Hilfe bei Lederarbeiten. Dazu eine sehr kräftige (100er) oder eine
speziell geschliffene Ledernadel verwenden. |
| Flotteres Nähen
Ziehen Sie den Faden über ein Stück
Wachs, z. B. einen Kerzenstummel, dann läuft er leichter beim Nähen per
Hand und ist außerdem noch haltbarer. |
| Rückgewinnung von Spulengarn
Anstatt den verbliebenen Rest Faden
auf einer Spule abzuwickeln und wegzuwerfen, damit Sie ein anderes Garn
aufspulen können, winden Sie den letzten Rest auf eine leere Garnrolle,
und benutzen Sie ihn als Handnähgarn.
Kaufen Sie sich noch zusätzlich 6 bis
8 Unterspulen für Ihre Nähmaschine - die sind nicht teuer - , und
bewickeln Sie sie mit Ihren gängigsten Garnen, dann ist immer der passende
Farbton zum Obergarn zur Hand. |
| Spulen aufbewahren
Benutzen Sie zum Aufbewahren leere
Pillenschachteln.
Oder schlagen Sie viele Nägel in ein
schmales Brett am Nähplatz an der Wand oder im Nähschrank an der
Innenseite der Tür. Garnrollen können dort aufgehängt werden. |
| Verstärkung unter Knöpfen
Legen Sie ein kleines Stoffstück
zwischen Futter und Oberstoff, um die Stelle zu verstärken, wo der Knopf
festgenäht werden soll. Dies besonders, wenn schon kleine Löcher von
ausgerissenen Knöpfen zu überdecken sind. |
| Knöpfe an schweren Stoffen
Nehmen Sie dafür statt Garn oder Zwirn
Angelschnur, die mit 3 bis 5 Kilo belastbar ist. |
| Knöpfe mit Stiel reparieren
Wenn der Stiel eines besonders schönen
Knopfes abgebrochen ist und Sie keinen Ersatzknopf haben, nähen Sie an die
betreffende Stelle einen kleinen flachen Knopf an, und kleben Sie den
schönen einfach obendrauf. |
| Wer hat den passenden Knopf?
Damit Sie nicht nach einem passenden
Knopf lange suchen müssen, wenn mal einer verlorengeht, nähen Sie gleich
ein bis zwei Extraknöpfe auf den rückwärtigen Saum, an die Seitennaht oder
innen auf die Knopfleiste. |
| Spitze Scheren
Bewahren Sie kleine Scheren in einem
Brillenetui auf. Dort ruhen Sie sicher. |
| Ein leichtes mit der Pinzette
Halten Sie stets eine Pinzette im
Nähkorb bereit. Sie eignen sich phantastisch dazu, Nadeln durch sehr dicke
Stoffe durchzuziehen.
Oder nehmen Sie die Pinzette beim
Fadeneinfädeln zu Hilfe. |
21 - 30
| Scharfe Ideen für das Nadelkissen
Zum Selbermachen:
Füllen Sie einen Stoffbeutel mit ein oder
zwei Ballen feiner Stahlwolle, und nähen Sie ihn fest zu. Ihr
selbstgemachtes Nadelkissen hält nicht nur die Nadel, sondern schärft sie
gleichzeitig. |
| Ordnung im Nähkasten
Druckknöpfe:
durch ein Stück Stramin zusammendrücken.
Zierknöpfe:
kleine Schachteln von Pfefferminzpastillen
eignen sich hervorragend dafür.
Borte:
Reste von Stoßband, Schrägband und Spitze um eine große leere Garnrolle
wickeln und die Enden mit Klebeband befestigen.
Fragen Sie in Ihrem Schuhgeschäft nach
Schuhschachteln von Babyschuhen, denn die haben genau die richtige Größe,
um in dem Nähschrank Ordnung zu bekommen.
Auch Zigarrenkisten und Bonbondosen
eignen sich gut dafür. |
| Nähzeug ist auch Werkzeug
Sehr übersichtlich ordnen Sie die
Knöpfe aller Größen, Stecknadel, Garnrollen, Schnallen usw. in einem
Kleinteilekasten mit durchsichtigen Schubfächern, sie sie für Schrauben
und Nägel im Werkzeugkeller verwendet werden. Die Kästen können entweder
an die Wand gehängt oder auf einem Bord oder im Schrank neben- und
übereinander gestellt werden. |
| Nähmaschine säubern
Eine Wimpernbürste eignet sich
ausgezeichnet zum Reinigen der Spulenkapsel und aller Ecken und Winkel an
der Maschine, wenn Ihnen die Spezialbürste dafür verlorengegangen ist. |
| Applikationen aufnähen
Tauchen Sie Applikationen oder Flicken
vor dem Aufnähen in eine schwache Stärkelösung. Trocknen und bügeln Sie
sie in Form, und sie werden beim Aufnähen nicht wegrutschen. Gestärkte
Applikationen knittern außerdem nicht so leicht. |
| Ärmelnähte
Versuchen Sie nach Möglichkeit, die
Ärmel an Blusen, Oberhemden oder Jacken mit doppeltem Stich zu nähen,
damit die Nähte nicht so schnell abnutzen und die Ärmel ausreißen. |
| Lätzchen aus Resten
Wenn Sie für ein kleines Kind Kleider
oder Blusen nähen, machen Sie aus den Reststücken ein passendes Lätzchen.
Verzieren Sie dieses mit farblich abgestimmten Schrägstreifen oder mit
Spitze. |
| Flickwäsche kennzeichnen
Die schmalen Drahtkrampen, die die
Brotpakete zusammenhalten, eignen sich gut zum Beschriften und Markieren
von Kleiderbügeln. Schreiben Sie >>Flicken<<, >>Knopf<<, >>Saum<< oder nur
>>Reparieren<< darauf und befestigen Sie die Krampe am Bügelhaken oder an
einem Knopf der zu reparierenden Stücke. |
| Kinderkleider verlängern
Ist ein Lieblingskleid zu kurz
geworden, verlängern Sie den Saum mit einer breiten Zackenlitze oder
Spitze.
Oder setzen Sie breite kontrastierende
Streifen dazwischen.
Oder setzen Sie einen passenden Volant
gekräuselt oder in Falten an den zu kurzen Rock. |
| Säumiges
Den Saum eines sehr glatten,
rutschigen oder sehr feinen Stoffes nähen Sie am besten so , dass Sie nach
wenigen Stichen jeweils einen Knoten machen. Zerreißt der Faden, dann
haben Sie nur das kurze Stück zwischen den Knoten wieder zu befestigen. |
31 - 40
| Bügelflicken auf Jeans
Bügeln Sie auf die Innenseite der
nagelneuen Jeans schon gleich am Anfang Flicken auf die Knie, dann tragen
sie sich nicht so schnell auf.
Benutzen Sie Plätzchenformen zum
Vorzeichnen, wenn Sie aufbügelbaren Flicken eine lustigere Form geben
wollen, und schneiden Sie nach diesen Vorlagen aus.
Abgewetzte, alte Bügelflicken bringen
Sie durch heißes Überbügeln wieder herunter. Der Flicken lässt sich dann
leicht abziehen. |
| Schneller Jeans-Flicken
Sind die Jeans an den Knien
durchlöchert, flicken Sie sie mit den Gesäßtaschen von alten, abgelegten
Jeans. Die Kanten sind schon fertig umgebogen und somit leicht und schnell
festzunähen. |
| Ärmel verlängern
Sind die Mantel- oder Jackenärmel
Ihres guten Gelegenheitskaufs vom Flohmarkt zu kurz, setzen Sie einen
Streifen Webpelz in passender oder kontrastierender Farbe daran oder
darauf. |
| Handtücher und Waschlappen reparieren
Retten Sie alte Handtücher und
Waschlappen, indem Sie die abgewetzten Kanten mit Zierstichen umnähen.
Nehmen Sie dazu die Zusatzeinrichtungen Ihrer Nähmaschine zu Hilfe. |
| Schutzhüllen aus Duschvorhängen
Falten Sie einen ausrangierten
Duschvorhang in der Hälfte um, und nähen Sie die Seiten zusammen, so dass
eine Hülle für zusammenklappbare Gartenmöbel entsteht. |
| Wie Schnittmuster länger halten
Neue Schnittmuster mit
Imprägniermittel einsprühen. Sie werden länger halten, weniger leicht
reißen oder verknittern. |
| Knöpfe mit vier Löchern
Knöpfe mit vier Löchern halten viel
länger, wenn Sie jeweils nur durch zwei Löcher nähen. Verknoten Sie jeden
Faden extra, und falls sich ein Faden löst, hat der Knopf noch Halt am
anderen. |
| Knopflöcher
Vor dem Waschen sollten Sie die
Knopflöcher an Wolljacken überwendlich zunähen. Sie verhindern, dass sie
sich ausleiern. |
| Der Knopf am Mantel
Wenn Sie Knöpfe an Mänteln oder andere
schwere Stoffe nähen, stecken Sie einen Bleistift zwischen Stoff und Knopf
und nähen diesen erst locker an. Dann den Bleistift entfernen und die
Fäden fest umwickeln, Faden verknoten. |
Reißverschlusstipps
Reißverschlüsse sollten vor dem
Waschen geschlossen werden, damit sie hinterher wieder gut funktionieren.Ist der kleine Griff abgebrochen, kann
man ihn einfach durch einen kleinen Schlüsselring ersetzen. |
41 - 50
Einen Reißverschluss wiederverwenden
Sprühen Sie den Reißverschluss
reichlich mit Stärke ein, und er wird sich wie ein neuer einnähen lassen. |
Nie mehr einen Schal verlieren
Sie brauchen nur einen Aufhänger
unterhalb des Armloches annähen und da den Schal nach dem Ausziehen
hindurchziehen. Wenn Sie ständig ihre Schals verlieren, so ist dies ein
Tipp für Sie. |
Knöpfe
halten länger, wenn man den Faden vor
dem Nähen mit etwas Bienenwachs einreibt. |
Vierlochknöpfe erhalten einen Steg
wenn man beim Nähen ein Streichholz unter den Knopf legt. Dann immer 2
Löcher auf einmal annähen, das Streichholz entfernen und den Steg
umwickeln. |
Bei Druckknöpfen
zuerst die Hälfte mit der Spitze einarbeiten. Dann mit Schneiderkreide
darüberstreichen und auf die Stoffgegenseite drücken. Hier kommt dann
die andere Druckerhälfte hin. |
Stricken mit mehreren Garnknäueln
wird einfacher, wenn Sie die Garnknäuel in eine Tüte stecken und die
Fäden durch verschiedene Löcher ziehen. |
|top|
|
|