Nähen


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Den richtigen Stoff finden 

Stellen Sie sich vor den Spiegel und drapieren Sie sich den Stoff über die Schulter, um festzustellen, ob Farbe und Stoffqualität Ihrem Typ und Ihren Vorstellungen entsprechen.


Neue Stoffquellen

Ist in der Kleiderstoffabteilung nichts Verlockendes für Sie dabei gewesen, dann prüfen Sie doch mal die Dekorationsstoffe in der Gardinenabteilung des Kaufhauses.

Oder schauen Sie bei der Wäscheabteilung vorbei.

Oder fragen Sie in einem Dekorationsgeschäft nach Resten von Möbelstoffen, die vielleicht billiger verkauft werden.

Die günstigste Quelle für den Stoffeinkauf ist der Ausverkauf. Da kann man sich zweimal im Jahr mit entsprechend größeren Mengen eindecken und aus seinen "Lagerbeständen" zu Haus immer etwas Schönes zaubern.


Machen Sie sich´s leicht 

Gleichmäßig starkgemusterte Stoffe und solche in dunklen Farben sind leichter zu verarbeiten, als helle Stoffe, bei denen man jeden Fehler sieht.

Für ungeübte Näherinnen ist zu empfehlen, das Erstlingswerk mit einem sehr preiswerten Stoff - möglichst mit einem griffigen Baumwoll- oder Wollstoff - zu beginnen. Wenn der Versuch nicht voll befriedigt, kann man leicht etwas anderes daraus fertigen, und es reut einen nicht so sehr, als wenn man einen teuren Stoff verpfuscht hat.


Wieviel Stoff?

Um herauszufinden, wieviel Stoff Sie brauchen, falten Sie ein Bettlaken, denn es hat die gleiche Breite wie ein doppeltbreit liegender Stoff (140 - 150 cm). Legen Sie die Schnittteile darauf und messen Sie dann die Länge des benötigten Stoffes.

Bei 80 - 90 cm Stoffbreite brauchen Sie dann die doppelte Länge.

Kaufen Sie gleich die zwei- bis dreifache Menge Stoff, zumal, wenn er besonders preiswert ist. Sie haben dann die Möglichkeit, Ihre Garderobe vielseitig zu gestalten. Zum Rock die gleiche Bluse für den Sommer oder eine Kombination aus Rock, Weste, Hose, Jacke oder Mantel. Jedes Teil kann man ergänzend schneidern und alles passt zusammen.


Bügelhilfe

Wenn Sie während des Nähens viel zu bügeln haben (ein anderer guter Tipp: Gut gebügelt ist halb genäht!), stellen Sie doch das Bügelbrett in gleicher Höhe rechtwinkelig zu Ihrem Nähtisch. Sie arbeiten dann zeit- und energiesparend und brauchen nicht immer aufzustehen.


Bevor Sie zuschneiden 

Vergewissern Sie sich vor dem Zuschneiden, dass auch alle Teile bei einem Stoff mit "Strich" (z. B. bei Cord, Samt und manchen Wollstoffen) in der richtigen, gleichen Richtung liegen. Auch dass das Muster richtig zusammenpasst.


Vorsicht! Tisch!

Legen Sie ein Plastiktuch auf den Zuschneidetisch, um ihn vor Kratzern mit der Schere zu schützen. Außerdem gleitet die Schere besser auf Kunststoff, und das Schneiden geht dadurch leichter.


Vorn und hinten nicht verwechseln 

Wenn Sie die Vorderseite mit einer glatten, das Rückenteil mit einer gezackten Schere schneiden, können Sie die Teile beim Zusammennähen nicht verwechseln.


Damit nichts verrutscht

Legen Sie Packpapier unter die Naht von sehr schwierig zu nähenden Stoffen wie Nylon-Trikot oder dünne, feine Seiden (Crêpe de Chine), und nähen Sie beides zusammen. Der Stoff wird besser durch die Maschine transportiert, und das Papier lässt sich danach leicht abreißen.

Wenn Sie solche feinen Stoffe verarbeiten, machen Sie es sich leichter, wenn Sie eine Frottierschürze tragen, weil dann Ihre Näharbeit nicht vom Schoß rutscht.


Keine Zeitverschwendung 

Markieren Sie den Saum mit Schneiderkreide und befestigen ihn dann mit Haarklips! Sie brauchen nicht zu stecken oder zu heften, und es bleiben kein Löcher im Stoff.


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Genau gleich große Stiche 

Wenn Sie von Hand nähen wollen, lassen Sie den Stoff an der Naht ohne Faden durch die Maschine laufen. Nun brauchen Sie nur noch den vorgezeichneten Punkten mit der Nähnadel zu folgen.

Diese Arbeitsweise ist eine große Hilfe bei Lederarbeiten. Dazu eine sehr kräftige (100er) oder eine speziell geschliffene Ledernadel verwenden.


Flotteres Nähen

Ziehen Sie den Faden über ein Stück Wachs, z. B. einen Kerzenstummel, dann läuft er leichter beim Nähen per Hand und ist außerdem noch haltbarer.


Rückgewinnung von Spulengarn 

Anstatt den verbliebenen Rest Faden auf einer Spule abzuwickeln und wegzuwerfen, damit Sie ein anderes Garn aufspulen können, winden Sie den letzten Rest auf eine leere Garnrolle, und benutzen Sie ihn als Handnähgarn.

Kaufen Sie sich noch zusätzlich 6 bis 8 Unterspulen für Ihre Nähmaschine - die sind nicht teuer -, und bewickeln Sie sie mit Ihren gängigsten Garnen, dann ist immer der passende Farbton zum Obergarn zur Hand.


Spulen aufbewahren

Benutzen Sie zum Aufbewahren leere Pillenschachteln.

Oder schlagen Sie viele Nägel in ein schmales Brett am Nähplatz an der Wand oder im Nähschrank an der Innenseite der Tür. Garnrollen können dort aufgehängt werden.


Verstärkung unter Knöpfen 

Legen Sie ein kleines Stoffstück zwischen Futter und Oberstoff, um die Stelle zu verstärken, wo der Knopf festgenäht werden soll. Dies besonders, wenn schon kleine Löcher von ausgerissenen Knöpfen zu überdecken sind.


Knöpfe an schweren Stoffen

Nehmen Sie dafür statt Garn oder Zwirn Angelschnur, die mit 3 bis 5 Kilo belastbar ist.


Knöpfe mit Stiel reparieren 

Wenn der Stiel eines besonders schönen Knopfes abgebrochen ist und Sie keinen Ersatzknopf haben, nähen Sie an die betreffende Stelle einen kleinen flachen Knopf an, und kleben Sie den schönen einfach obendrauf.


Wer hat den passenden Knopf?

Damit Sie nicht nach einem passenden Knopf lange suchen müssen, wenn mal einer verlorengeht, nähen Sie gleich ein bis zwei Extraknöpfe auf den rückwärtigen Saum, an die Seitennaht oder innen auf die Knopfleiste.


Spitze Scheren 

Bewahren Sie kleine Scheren in einem Brillenetui auf. Dort ruhen Sie sicher.
Oft bekommt man ein Standard-Etui beim Optiker mitgegeben, wenn man sich eine Brille kauft.


Ein leichtes mit der Pinzette

Halten Sie stets eine Pinzette im Nähkorb bereit. Sie eignen sich phantastisch dazu, Nadeln durch sehr dicke Stoffe durchzuziehen.

Oder nehmen Sie die Pinzette beim Fadeneinfädeln zu Hilfe.


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Scharfe Ideen für das Nadelkissen 

Zum Selbermachen: Füllen Sie einen Stoffbeutel mit ein oder zwei Ballen feiner Stahlwolle, und nähen Sie ihn fest zu. Ihr selbstgemachtes Nadelkissen hält nicht nur die Nadel, sondern schärft sie gleichzeitig.


Ordnung im Nähkasten

Druckknöpfe: durch ein Stück Stramin zusammendrücken.

Zierknöpfe: kleine Schachteln von Pfefferminzpastillen eignen sich hervorragend dafür.

Borte:  Reste von Stoßband, Schrägband und Spitze um eine große leere Garnrolle wickeln und die Enden mit Klebeband befestigen.

Fragen Sie in Ihrem Schuhgeschäft nach Schuhschachteln von Babyschuhen, denn die haben genau die richtige Größe, um in dem Nähschrank Ordnung zu bekommen.

Auch Zigarrenkisten und Bonbondosen eignen sich gut dafür.


Nähzeug ist auch Werkzeug 

Sehr übersichtlich ordnen Sie die Knöpfe aller Größen, Stecknadel, Garnrollen, Schnallen usw. in einem Kleinteilekasten mit durchsichtigen Schubfächern, sie sie für Schrauben und Nägel im Werkzeugkeller verwendet werden. Die Kästen können entweder an die Wand gehängt oder auf einem Bord oder im Schrank neben- und übereinander gestellt werden.


Nähmaschine säubern

Eine Wimpernbürste eignet sich ausgezeichnet zum Reinigen der Spulenkapsel und aller Ecken und Winkel an der Maschine, wenn Ihnen die Spezialbürste dafür verlorengegangen ist.


Applikationen aufnähen 

Tauchen Sie Applikationen oder Flicken vor dem Aufnähen in eine schwache Stärkelösung. Trocknen und bügeln Sie sie in Form, und sie werden beim Aufnähen nicht wegrutschen. Gestärkte Applikationen knittern außerdem nicht so leicht.


Ärmelnähte

Versuchen Sie nach Möglichkeit, die Ärmel an Blusen, Oberhemden oder Jacken mit doppeltem Stich zu nähen, damit die Nähte nicht so schnell abnutzen und die Ärmel ausreißen.


Lätzchen aus Resten 

Wenn Sie für ein kleines Kind Kleider oder Blusen nähen, machen Sie aus den Reststücken ein passendes Lätzchen. Verzieren Sie dieses mit farblich abgestimmten Schrägstreifen oder mit Spitze.


Flickwäsche kennzeichnen

Die schmalen Drahtkrampen, die die Brotpakete zusammenhalten, eignen sich gut zum Beschriften und Markieren von Kleiderbügeln. Schreiben Sie >>Flicken<<, >>Knopf<<, >>Saum<< oder nur >>Reparieren<< darauf und befestigen Sie die Krampe am Bügelhaken oder an einem Knopf der zu reparierenden Stücke.


Kinderkleider verlängern 

Ist ein Lieblingskleid zu kurz geworden, verlängern Sie den Saum mit einer breiten Zackenlitze oder Spitze.

Oder setzen Sie breite kontrastierende Streifen dazwischen.

Oder setzen Sie einen passenden Volant gekräuselt oder in Falten an den zu kurzen Rock.


Säumiges

Den Saum eines sehr glatten, rutschigen oder sehr feinen Stoffes nähen Sie am besten so , dass Sie nach wenigen Stichen jeweils einen Knoten machen. Zerreißt der Faden, dann haben Sie nur das kurze Stück zwischen den Knoten wieder zu befestigen.


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Bügelflicken auf Jeans 

Bügeln Sie auf die Innenseite der nagelneuen Jeans schon gleich am Anfang Flicken auf die Knie, dann tragen sie sich nicht so schnell auf.

Benutzen Sie Plätzchenformen zum Vorzeichnen, wenn Sie aufbügelbaren Flicken eine lustigere Form geben wollen, und schneiden Sie nach diesen Vorlagen aus.

Abgewetzte, alte Bügelflicken bringen Sie durch heißes Überbügeln wieder herunter. Der Flicken lässt sich dann leicht abziehen.


Schneller Jeans-Flicken

Sind die Jeans an den Knien durchlöchert, flicken Sie sie mit den Gesäßtaschen von alten, abgelegten Jeans. Die Kanten sind schon fertig umgebogen und somit leicht und schnell festzunähen.


Ärmel verlängern 

Sind die Mantel- oder Jackenärmel Ihres guten Gelegenheitskaufs vom Flohmarkt zu kurz, setzen Sie einen Streifen Webpelz in passender oder kontrastierender Farbe daran oder darauf.


Handtücher und Waschlappen reparieren

Retten Sie alte Handtücher und Waschlappen, indem Sie die abgewetzten Kanten mit Zierstichen umnähen. Nehmen Sie dazu die Zusatzeinrichtungen Ihrer Nähmaschine zu Hilfe.


Schutzhüllen aus Duschvorhängen 

Falten Sie einen ausrangierten Duschvorhang in der Hälfte um, und nähen Sie die Seiten zusammen, so dass eine Hülle für zusammenklappbare Gartenmöbel entsteht.


Wie Schnittmuster länger halten

Neue Schnittmuster mit Imprägniermittel einsprühen. Sie werden länger halten, weniger leicht reißen oder verknittern.


Knöpfe mit vier Löchern 

Knöpfe mit vier Löchern halten viel länger, wenn Sie jeweils nur durch zwei Löcher nähen. Verknoten Sie jeden Faden extra, und falls sich ein Faden löst, hat der Knopf noch Halt am anderen.


Knopflöcher

Vor dem Waschen sollten Sie die Knopflöcher an Wolljacken überwendlich zunähen. Sie verhindern, dass sie sich ausleiern.


Der Knopf am Mantel 

Wenn Sie Knöpfe an Mänteln oder andere schwere Stoffe nähen, stecken Sie einen Bleistift zwischen Stoff und Knopf und nähen diesen erst locker an. Dann den Bleistift entfernen und die Fäden fest umwickeln, Faden verknoten.


Reißverschlusstipps

Reißverschlüsse sollten vor dem Waschen geschlossen werden, damit sie hinterher wieder gut funktionieren.

Ist der kleine Griff abgebrochen, kann man ihn einfach durch einen kleinen Schlüsselring ersetzen.


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Einen Reißverschluss wiederverwenden 

Sprühen Sie den Reißverschluss reichlich mit Stärke ein, und er wird sich wie ein neuer einnähen lassen.


Nie mehr einen Schal verlieren

Sie brauchen nur einen Aufhänger unterhalb des Armloches annähen und da den Schal nach dem Ausziehen hindurchziehen. Wenn Sie ständig ihre Schals verlieren, so ist dies ein Tipp für Sie.


Knöpfe 

halten länger, wenn man den Faden vor dem Nähen mit etwas Bienenwachs einreibt.


Vierlochknöpfe erhalten einen Steg

wenn man beim Nähen ein Streichholz unter den Knopf legt. Dann immer 2 Löcher auf einmal annähen, das Streichholz entfernen und den Steg umwickeln.


Bei Druckknöpfen

zuerst die Hälfte mit der Spitze einarbeiten. Dann mit Schneiderkreide darüberstreichen und auf die Stoffgegenseite drücken. Hier kommt dann die andere Druckerhälfte hin.


Stricken mit mehreren Garnknäueln

wird einfacher, wenn Sie die Garnknäuel in eine Tüte stecken und die Fäden durch verschiedene Löcher ziehen.


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