Was andere Länder zu
Weihnachten auf den Tisch bringen

Wie man die traditionelle Weihnachtsgans oder den Karpfen für den Heiligen Abend zubereitet, weiß man schon seit langem. Mancher denkt inzwischen an Abwechslung.
Hier ein paar Anregungen:
 

England:
Plumpudding
Zutaten (für 6 Personen):

 
Für den Pudding:
25 dag Sultaninen, 10 dag Korinthen,
12 dag Dörrzwetschken,
10 dag Orangeat,10 dag Zitronat,
3 EL Rum, 2 Äpfel, 9 dag Pflanzenfett,
11 dag Semmelbrösel,
10 dag Mehl, 6 dag brauner Zucker,
4 Eier,
Saft und fein geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone,
10 dag geriebene Haselnüsse,
1/2 TL gemahlene Nelken,
1/2 TL Zimt, etwas Muskat,
eine Prise Pfeffer
 

Für die Sauce:
12 dag Butter, 12 dag Zucker, 3 EL Rum, 6 EL Rum zum Flambieren • zum Dekorieren: Clementinenfilets, getrocknete Cranberries
(ersatzweise Preiselbeeren)

Sultaninen, Korinthen und klein geschnittene Dörrzwetschken mit Rum in eine Schüssel geben, gut durchziehen lassen. Orangeat, Zitronat und gewürfelte Äpfel dazugeben.

Etwas Fett und Semmelbrösel zum Fetten der Form aufheben, in Flocken geschnittenes Pflanzenfett und die übrigen Zutaten darunter mischen.

Teig in eine geschlossene Puddingform geben, im Wasserbad drei Stunden kochen.

Für die Sauce weiche Butter, Zucker und Rum miteinander verrühren. Sauce 15 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Den fertigen Plumpudding aus dem Wasserbad nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Deckel öffnen, den Pudding vorsichtig mit einem Messer vom Rand lösen und stürzen.

Mit Clementinenfilets und Cranberries verzieren. Die Sauce als Dekoration an den Rand gießen. Zum Flambieren Rum erwärmen, über den Pudding gießen und am Tisch anzünden.
 


Wie wird in England gefeiert?

In England kommt zum Plumpudding Gregor auf den Tisch, der typische,
mit Brot und Faschiertem oder sauren Apfeln und Dörrzwetschken gefüllte Truthahn.

Das Festmahl am 25. Dezember dauert mehrere Stunden. Frauen, die den Pudding zubereiten, werfen eine Münze in die Masse. Wer sie findet, soll im nächsten Jahr Reichtümer erwerben.

Nach dem Essen, so gegen 15 Uhr, versammelt sich die Familie vor dem Fernseher, um der zehnminütigen Ansprache der Queen zu lauschen.

Alle Räume sind mit Misteln, Stechpalmen und Lorbeer geschmückt. Außer einem künstlichen Tannenbaum gehören farbige Girlanden, Papierhüte und Knallbonbons zum Weihnachtsfest der Briten.
 

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Frankreich:
Jambon de NoöI
(Weihnachtsschinken)

Zutaten (für 6 Personen)


1 kleiner Spanferkelschinken
ohne Schwarte (ca. 2 kg),
Zwiebel, 1 Lorbeerblatt, 1 TL Pfefferkörner,
 

2 Wacholderbeeren,
4 Gewürznelken, Weißwein zum Einpinseln,
Weintrauben zum Garnieren

Schinken in einen Topf legen. So viel kaltes Wasser dazugießen, daß er zwei Finger hoch bedeckt ist. Die Zwiebel hacken und mit Lorbeerblatt, Pfefferkörnern, Gewürznelken und Wacholderbeeren zufügen. Langsam aufkochen und das Fleisch 1 Stunde ziehen lassen.

Das Fleisch herausnehmen, rundherum pfeffern. Den Schinken in eine Reine (Bratform) setzen und in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen schieben.

Etwa 60 Minuten backen. Zwischenzeitlich immer wieder mit Wein bepinseln.

Mit Weintrauben servieren.
 

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Polen:
Karpfen in Biersauce
Zutaten (für 6 Personen)

 
ca. 1,5 kg Karpfen (in Stücken),
2 Karotten,
2 Petersilwurzeln,
2 Zwiebeln,
1/2 Sellerieknolle,
1 Lorbeerblatt,
3 Gewürznelken,
 

einige Pfefferkörner,
1 Zitrone,
1/2 l dunkles Bier,
1/2 l Wasser,
1 Streifen Lebkuchen,
8 dag Butter,
Salz,
etwas Essig und Rotwein


Die Fischstücke salzen. Das Wurzelwerk putzen, waschen, in Scheiben schneiden, mit den Gewürzen 30 Minuten kochen. Fisch in den Sud legen. Etwas Salz, Butter, Essig und geriebenen Lebkuchen dazugeben. Kurz aufkochen, 15 Minuten ziehen lassen.

Den Fisch aus der Suppe nehmen, das Wurzelwerk durch ein Sieb streichen. Die Sauce mit Rotwein aufgießen und etwas einkochen lassen. Den Fisch in der Sauce mit Salzerdäpfeln servieren.
 


Wie wird in Polen gefeiert?

Am Heiligabend wird gefastet, bis gegen 17.00 Uhr der erste Stern aufgeht. Dies ist der Beginn des Weihnachtsfestes. Die Polen brechen eine große, bunte Oblate zum Zeichen, daß die Familie das Leben miteinander in Liebe teilen will. Am Tisch wird ein Extragedeck für einen unerwarteten Gast aufgelegt. Dieser Brauch soll an die Herbergssuche der Heiligen Familie erinnern.
 

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