Der Jahreswechsel in unseren Breiten ist ein Fest, dessen Brauchtum großteils auf altrömische und germanische Riten zurückgeht.
Die kirchliche Anerkennung des 1. Jänners als Neujahrstag erfolgte
erst 1691 durch Papst lnnozenz XII.
In England wurde der Jahresbeginn formal erst 1752 vom alten römischen Datum, dem 25. März, auf den 1. Jänner verlegt.

Andere Länder, andere Zeit

Viele Kulturen haben eine ganz andere Zeitrechnung.

So beginnt z. B. das jüdische Jahr am 7. Oktober. Es wird jedoch nicht ausgelassen gefeiert sondern ein Buß- und Bettag beobachtet, Die Moslems beginnen die Zeitrechnung am 15. Juli des Jahres 622 n. Ch.

Das moslemische Jahr ist 10 bis 12 Tage länger als unser Jahr und kennt keine Schaltjahre.

Das chinesische Neujahr wird an einem Neumond während des chinesischen Winters gefeiert und fällt zwischen Ende Jänner und Anfang Februar.

Ein prachtvolles Feuerwerk gehört immer dazu. Kurden und Iraner feiern am 21. März, Thailänder zwischen dem 13. und 15. April.

 

Feuerwerk und Glockenklang
 

In unseren Breiten ist Silvester meist ein Anlass für ausgelassene Feiern, die von unzähligen Bräuchen und Traditionen begleitet sind.

Fast überall in Österreich ist der Jahreswechsel unüberhörbar, Böller krachen und Leuchtraketen erhellen die Nacht.

Mit Glockenklang und klingenden Sektgläsern wird das neue Jahr eingeläutet.

Früher sollten der Lärm und das Licht die bösen Geister vertreiben, so dass das folgende Jahr gut verlaufen könnte.

Mit dem Deuten von Orakeln, wie Blei- oder Wachsgießen wollte man noch ein bisschen mehr über das kommende Jahr erfahren

 

Viel Glück im Neuen Jahr
 

Fixer Bestandteil des Neujahrs sind die Glückwünsche, denen mit unterschiedlichsten Symbolen Ausdruck verliehen wird.

Zu den Favoriten zählen Schweinchen, Pilze, Rauchfangkehrer, Hufeisen und das vierblättrige Kleeblatt.
Ach ja, haben Sie sich schon gewundert, warum manche Leute einen guten ,Rutsch‘ wünschen?

Mit rutschen hat das nichts zu tun. Wie viele andere Redewendungen im Deutschen geht diese auf das hebräische Wort ‚Rosch‘ zurück, das ,Kopf‘ oder ‚Anfang‘ bedeutet.

Auf Jiddisch wünschte man sich ‚guten Rusch‘, also einen guten Anfang. Daraus wurde später der ‚gute Rutsch‘.

Und den wünsche ich Ihnen auch ganz herzlich mit dem folgenden Gedicht von Joachim Ringelnatz!

 

Dass bald das neue Jahr beginnt

spür ich nicht im geringsten

ich merke nur, die Zeit verrinnt

genauso schnell wie an Pfingsten.

 


Prosit!

In 18 Sprachen:
 
In Brasilien: saude

In China: can pei

In Deutschland: Wohl sein! 
Na, dann Prost!

Auf Englisch: Cheers

In Finnland: kippis

In Frankreich: á votre santé

In Hellas: stin yassoú

In Irland: slainthe

In Israel: L´chaim

In Italien: alla salute

In Japan: can pei

In Polen: zdrowie

In Portugal: á sua saúde

In Russland: za vashe zdorovye

In Schottland: slainté

In Skandinavien: sakl

In Spanien: (a su) salud

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